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Marburg So geht es am Oberen Rotenberg weiter
Marburg So geht es am Oberen Rotenberg weiter
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11:58 25.06.2021
Baugebiet Oberer Rotenberg – sowohl die Gewobau als auch Tegut stecken noch in den Planungen.
Baugebiet Oberer Rotenberg – sowohl die Gewobau als auch Tegut stecken noch in den Planungen. Quelle: Thorsten Richter
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Der Bebauungsplan ist in Arbeit: Am Oberen Rotenberg soll Ende 2022, Anfang 2023 der Wohnungsbau beginnen. Wie die Stadtverwaltung auf OP-Anfrage mitteilt, erarbeite man aktuell den Vorentwurf für den Bebauungsplan, bereitet die gesetzlich vorgeschriebene Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange vor.

Die Pläne sehen allerdings vorerst nur wenige Dutzend Apartments – Sozialwohnungsbau und gemeinschaftliche Wohnprojekte – auf der Fläche der ehemaligen Gärtnerei Philipps vor. Ursprünglich sollten es etwa 200 Wohnungen auf einem größeren Areal in Richtung Höhenweg sein. „Eine Planung für diesen Bereich gibt es derzeit nicht“, heißt es von der Stadt auf OP-Anfrage.

Sollte es in Zukunft, also nach Abschluss des Bauprojekts – gerade in Kombination mit dem ohnehin vorrangig behandelten Hasenkopf in Ockershausen – Wohnraumbedarf geben, müsse es einen neuen Parlamentsbeschluss geben. „Potenziell möglich“ sei eine entsprechende Erweiterung jedenfalls allemal. Die Gewobau kann nach eigenen Angaben noch kein Finanzvolumen für das Wohnviertel-Projekt abschätzen.

Tegut: „Verfolgen das

Projekt nach wie vor“

Die Bauleitplanung, darauf folgend die Erstellung eines Umweltberichts und den Gutachten zu in dem Gebiet vorkommenden Vögeln und Tieren, wurde Ende 2019 begonnen. Schon länger, eigentlich seit Bekanntwerden der Wohnviertel-Pläne vor mehr als drei Jahren, steht das Vorhaben in der Klima-Kritik. Umweltverbände und die Bürgerinitiative „Marbacher Nachbarn“ forderten vor der Bebauungs-Entscheidung ein Klimagutachten und warnten vor der Flächen-Versiegelung sowohl durch Wohngebiet als auch den geplanten Tegut-Markt. Die Umsetzung sei jedenfalls sowohl für das Gärtnerei-Gelände als auch auf dem größeren Areal in Richtung Höhenweg unabhängig von den Tegut-Planungen.

Doch wie ist der Stand bei dem seit vielen Jahren angekündigten Projekt des Fuldaer Unternehmens? „Das Projekt wird nach wie vor verfolgt, intensiv daran gearbeitet, den Standort zu verwirklichen“, sagt Johanna Ammermann, Unternehmenssprecherin auf OP-Anfrage. Die Schaffung der genehmigungs-technischen Voraussetzungen sei jedoch wegen vieler Fragen „sehr komplex“ und benötige daher sehr viel Zeit. Ziel: Klärung aller wesentlichen Fragestellungen bis zum Jahresende, um im Jahr 2022 mit dem Bau des neuen Marktes speziell für das Gebiet Marbach und Wehrshausen beginnen zu können.

Der Marbach-Markt könnte äußerlich nach dem Vorbild Wehrda, also mit Holzverkleidung errichtet werden, hieß es zuletzt. Rund 3 000 Quadratmeter Fläche würde versiegelt werden, inklusive der 90 Parkplätze. Der Markt selbst wird eine Verkaufsfläche von etwa 1 500 Quadratmetern haben, das ist die Größenordnung wie in der „Marburg Mall“. Angedacht seien die Zweigstelle einer Bank, eine Bäckerei samt Café und die Übernahme von Post-Dienstleistungen durch Tegut-Mitarbeiter.

Von Björn Wisker

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