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Marburg Musik zum Mitmachen und Mitsingen
Marburg Musik zum Mitmachen und Mitsingen
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15:26 24.10.2021
Die Shanty-Tafel Marburg singt zum elf-jährigen Bestehen in einem Pavillon vor dem Spiegelslustturm.
Die Shanty-Tafel Marburg singt zum elf-jährigen Bestehen in einem Pavillon vor dem Spiegelslustturm. Quelle: Privatfoto
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Marburg

Mit Akkordeon und Gitarre treten die in Seemannshemd und mit Halstuch gekleideten Sänger der Shanty-Tafel Marburg in Alten- und Pflegeheimen auf und stimmen bekannte Shantys und Seemannslieder wie „An der Nordseeküste“, „Rolling Home“ oder „La Paloma“ an, die viele Menschen mitsingen können.

Doch wieso nennt sich die Gruppe eigentlich „Shanty-Tafel“? Im Seminarraum des Altenhilfezentrums „Auf der Weide“ „sitzen wir zum Singen an einer Riesentafel“, erklärt Hans-Joachim Schäfer, Sänger und Organisator bei der Shanty-Tafel. „Wir sind ein offener Singkreis aus 20 Sängern. Elf von uns sind 80 Jahre und älter, die restlichen neun zwischen 70 und 80 Jahre alt.“

Was alle vereint, ist die Begeisterung am Singen, an der See, an Shantys und an Seemannsliedern. „Alle von uns haben eine Verbindung zum Meer und zum Wasser. Einige von uns sind auch zur See gefahren“, sagt Schäfer.

Geleitet wird die Gruppe von der Musikpädagogin Brigitte Kolb. Auf sie und auf Bettina Wolf, die ehemalige Leiterin des Begegnungszentrums St. Jakob, geht auch die Gründung der Shanty-Tafel Marburg zurück. Durch einen Auftritt eines anderen Shanty-Chors aus dem Wetzlarer Raum auf dem Marburger Hafenfest kam Kolb und Wolf die Idee, eine Marburger Shanty-Gruppe zu gründen. So nahm die Geschichte ihren Lauf und in Marburg entstand eine Shanty-Gruppe. Heute „sind wir der mir einzig bekannte Shanty-Chor in Marburg“, sagt Schäfer.

Variation bei mehr als 100 Liedern

Mit den Seemannsliedern und Shantys tritt die Shanty-Tafel Marburg regelmäßig in Alten- und Pflegeheimen, auf Jahresversammlungen, bei Jubiläen sowie auf Festen wie dem Marburger Hafenfest auf. Dabei können die Sänger auf ein großes Repertoire an verschiedensten Liedern zurückgreifen. „Wir haben insgesamt einen Liederfundus von mehr als 100 Liedern“, erzählt Schäfer. Dabei spielt auch Variation und Vielseitigkeit eine Rolle. „Bei einigen Shantys wie zum Beispiel bei ,Hamburger Veermaster’ oder bei ,Rolling Home’ kommen Solosänger, sogenannte Shantymen, zum Einsatz.“

Zum Repertoire gehören auch verschiedene Medleys. „Die Medleys sind Zusammenschnitte von Strophen bekannter Seemannslieder und eignen sich besonders gut zum Mitsingen“, erklärt Schäfer weiter. Und mitgesungen werde häufig. Vor allem bei Auftritten in Alten- und Pflegeheimen merke man die Begeisterung. „Wenn man sieht, wie die Bewohnerinnen und Bewohner mitmachen und teilweise mitsingen, da geht einem das Herz auf“, berichtet Schäfer.

Der letzte Auftritt der Sänger fand an einem etwas anderen Ort statt. Auf einer Bühne in einem Pavillon vor dem Spiegelslustturm gaben sie Mitte Oktober nach langer pandemiebedingter Pause wieder ein Konzert. Der Anlass war das zehn- beziehungsweise elf-jährige Bestehen der Shanty-Tafel Marburg. „Die Feier war bereits im vergangenen Jahr geplant“, erzählt Schäfer. Doch aufgrund der Pandemie musste sie auf dieses Jahr Oktober verschoben werden. „Wie so vielen hat uns Corona in den vergangenen Jahren manche Pläne durchkreuzt. Aber wir sind auf Kurs geblieben“, sagt Schäfer. So kommen die Sänger der Shanty-Tafel nun seit elf Jahren zusammen und verfolgen gemeinsam ihre Leidenschaft: das Singen von Shantys und Seemannsliedern.

Kontakt zur Shanty-Tafel

Die Shanty-Tafel ist telefonisch über Hans-Joachim Schäfer (06421 / 64445) und Burkhard Böckler (064 21 / 16 27 91) zu erreichen.

Von Lucas Heinisch

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