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Marburg Landgericht schließt Öffentlichkeit aus
Marburg Landgericht schließt Öffentlichkeit aus
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14:40 11.11.2020
Die 3. Strafkammer des Landgerichts Marburg hat die Öffentlichkeit im Missbrauchs-Prozess gegen einen 73-Jährigen für die gesamte Dauer der Hauptverhandlung ausgeschlossen.
Die 3. Strafkammer des Landgerichts Marburg hat die Öffentlichkeit im Missbrauchs-Prozess gegen einen 73-Jährigen für die gesamte Dauer der Hauptverhandlung ausgeschlossen. Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Auf Antrag der Verteidigung wurde am Mittwoch (11. November) von der 3. Strafkammer des Marburger Landgerichts unter Vorsitz von Richter Gernot Christ im Missbrauchs-Prozess gegen einen heute 73-jährigen Mann aus Marburg die Öffentlichkeit für die gesamte Beweisaufnahme während der Hauptverhandlung ausgeschlossen.

Die Presseberichterstattung über den Prozessauftakt am 4. November habe den Angeklagten aus der Bahn geworfen, erklärte dessen Rechtsanwalt Thomas Strecker.

Zum Schutz des Angeklagten beantragte er den Ausschluss der Öffentlichkeit, denn es würden intime Dinge verhandelt. Da sein Mandant in psychologischer Behandlung sei, stehe andernfalls die Verhandlungsfähigkeit seines Mandanten in Frage.

Dem Angeklagten wird von der Staatsanwaltschaft sexueller Missbrauch, schwerer sexueller Missbrauch und die Vergewaltigung eines Mädchens in einem Zeitraum zwischen dem 21. Dezember 2015 und dem 12. September 2018 vorgeworfen.

Das Opfer war zu Beginn des Missbrauchs 13 Jahre alt. Tatorte waren unter anderem Feldwege in Lahntal, Wetter, Kirchhain und die Wohnung des Angeklagten in Marburg. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe am ersten Verhandlungstag eingeräumt.

Das Urteil in dem Prozess soll am 18. Dezember gesprochen werden.

von Uwe Badouin

11.11.2020
11.11.2020
11.11.2020