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Marburg Neues Seniorenwohnquartier in Michelbach geplant
Marburg Neues Seniorenwohnquartier in Michelbach geplant
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14:00 22.09.2021
Auf dieser Fläche am Rand von Michelbach-Nord soll das Seniorenwohnquartier der DRK-Schwesternschaft Marburg entstehen.
Auf dieser Fläche am Rand von Michelbach-Nord soll das Seniorenwohnquartier der DRK-Schwesternschaft Marburg entstehen. Quelle: Stefan Weisbrod
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Marburg

Die Oberin der DRK-Schwesternschaft Marburg stellte am Donnerstagnachmittag (16. September) den Mitgliedern des Sozialausschusses der Stadtverordnetenversammlung im Erwin-Piscator-Haus den Entwurf des Projektes Seniorenwohnquartier Michelbach vor. Mit diesem Thema befasse man sich schon seit acht Jahren, verriet Iris Richter-Plewka, seit vier Jahren sei es ein konkretes Projekt. Ziel sei das ortsnahe Versorgen von Senioren durch das Bündeln von Angeboten wie Kurzzeit-, ambulante und stationäre Pflege sowie einen Mittagstisch und das alles generationenübergreifend an einem Standort.

Dieser wurde auch am nördlichen Ortsrand gefunden, doch der zweiteilige Baukörper aus Seniorenzentrum und Wohngebäude stieß trotz großer Zustimmung der Gemeindevertreter und Politiker auf Bedenken der Nachbarschaft. Diese bezogen sich auf die Nähe der Bebauung zu den östlichen Anliegern, die Anzahl der Geschosse, sowie der angenommene Autoverkehr bei der vorgesehenen Anfahrt von Westen aus.

Baukonzept berücksichtigt alle Beteiligten

Der neue Plan sieht nun folgendes vor: Es bleibt bei zwei Gebäuden mit jeweils drei Geschossen, wobei das eine 13 Wohnungen, das andere 67 Pflegeplätze bietet. Das Grundstück wir aber nach Süden vergrößert, dort entstehen 21 Parkplätze, wobei der Bolzplatz erhalten bleibt. Das ebenfalls nach Süden verschobene Seniorenzentrum wird über Eingänge auf zwei Ebenen verfügen. Durch das Verschieben des Wohngebäudes nach Westen entsteht ein großer Freiraum zwischen den Bauten und den östlichen Anliegern. Das Grundstück der Kindertagesstätte werde nur geringfügig tangiert.

Die Schwesternschaft wolle dort ein generationenübergreifendes Angebot schaffen, in das auch die Gruppen der Kindertagesstätte eingebunden werden, gab Richter-Plewka einen Einblick und forderte: „Es muss jetzt auch einfach mal weitergehen.“ Auf Nachfrage sprach die Oberin von bis zu zwei Jahren Bauzeit. Aus dem Publikum hieß es, dass der Ortsbeirat mit dem neuen Plan einverstanden sei. Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies verdeutlichte, dass der Magistrat bemüht sei, „das Beste rauszuholen“. Er verwies darauf, dass es in Marburg hinsichtlich der Seniorenarbeit einen hohen Anspruch gebe und im Falle eines Baus durch einen Investor mit einem „Silo“ zu rechnen sei. Eine generationenübergreifende Arbeit sei dann sicherlich nicht vorgesehen.

Von Gianfranco Fain

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