Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Marburg „Seebrücke Marburg“ plant Demo am Samstag
Marburg „Seebrücke Marburg“ plant Demo am Samstag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:01 19.07.2018
„Schafft sichere Häfen“ ist eine der Forderungen der Seebrücke Marburg. Am Samstag ist eine Demo geplant. Quelle: Nadine Weigel
Marburg

„Seenotrettung ist kein Service, sondern ein Menschenrecht. Stellen Sie sich vor, Ihr Kind ist am Ertrinken und die Leute schauen weg. Jeder, der ertrinkt, ist in diesem Moment kein Flüchtling, sondern ein Mensch, dem geholfen werden muss“, betont Leander ­Ungan von der Seebrücke Marburg, einem lokalen Ableger der internationalen Bewegung, die in den vergangenen Wochen Hunderttausende Menschen in Deutschland mobilisiert hat.

Auch in Marburg war die Initiative an einer Kundgebung am Montag (16. Juli) am Marktplatz beteiligt, die mehr Solidarität mit Geflüchteten forderte. 400 Menschen nahmen an der Demo durch Marburg teil. Sie endete­ an den Lahnterrassen.

„Das ­Foto, das wir dort gemacht ­haben, schicken wir als Zeichen des Protestes an Bundesinnenminister Seehofer“, erklärt Ungan. Seehofers Politik der Abschottung steht im Mittelpunkt der Kritik der Seebrücke. Für die jungen Marburger ist klar: Migration ist und war schon immer Teil der Gesellschaft.

Sie fordern ein offenes Europa, sichere Häfen und Solidarität mit Geflüchteten. „Wir wollen zeigen, wie fürchterlich wir es finden, dass man im Mittelmeer Menschen ertrinken lässt und die Retter sogar kriminalisiert werden“, erklärt Aktivistin Stefanie Flender. Und deshalb laden die Initiatoren der Seebrücke zu einer weiteren großen Demonstration ein. Sie startet am kommenden Samstag ab 17 Uhr vor dem Hauptbahnhof in Marburg.

von Nadine Weigel