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Marburg Schüler in Marburg glänzen mit Sozial-Engagement
Marburg Schüler in Marburg glänzen mit Sozial-Engagement
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17:58 30.06.2020
Ashley Hartung (links) und Anton Wehnert sowie weitere Schüler der Emil-von-Behring-Schule sind für ihr Engagement beim "Sozialpraktikum" mit dem Sonderpreis der Bürgerstiftung Mittelhessen ausgezeichnet worden. Quelle: Björn Wisker
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Marburg

Auszeichnung für das soziale Engagement von Schülern: Die Emil-von-Behring-Schule (EvB) hat für ihr Projekt „Mach mit – sei aktiv“ – das ist ein seit 2003 existierendes Sozialpraktikum – den Ehrenamtspreis der Bürgerstiftung Mittelhessen verliehen bekommen.

Siebt- und Achtklässler der EvB, die mitunter monatelang immer wieder stundenweise in sozialen Einrichtungen wie Kindergärten, Seniorenheimen oder der Tafel gearbeitet haben, nahmen nun den mit 1.000 Euro dotierten Sonderpreis stellvertretend für alle Projektteilnehmer entgegen.

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„Es ist nicht selbstverständlich, dass so junge Leute so etwas machen. Dabei hat die Tätigkeit einen großen Wert, einen der über Geld hinausgeht. Man bekommt von Menschen etwas zurück. Es gibt nichts Schöneres als dazu beizutragen, dass andere sich wohlfühlen“, sagte Klaus Arnold, Stiftungs-Vorsitzender bei der Preisverleihung im ehemaligen Turnergarten.

Für EvB-Schulleiter Klaus Schäfer war die Auszeichnung eben wegen der Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie „der schönste Schultag des Jahres“ und für die Jugendlichen grundsätzlich eine „Bestätigung, dass ihr Engagement gesehen, wahrgenommen und wertgeschätzt wird“.

Pädagogisches Ziel: Persönlichkeits-Entwicklung

Die Schüler, die wöchentlich zwei Stunden etwa im Elisabethenhof, im Kindergarten in Roth oder Auf der Weide, bei der Tafel oder im Tierheim aushalfen, berichteten von ihren Erfahrungen. „Es ist eine interessante, tolle Erfahrung gewesen, mit den alten Menschen Zeit zu verbringen“, sagt Anton Wehnert, der unter anderem Brettspiele mit Demenzkranken spielt.

Es habe ihm gezeigt, dass es unabhängig von Alter oder Gesundheitszustand im Leben vor allem darum gehe, nett zueinander zu sein. Um die ganz jungen kümmerte sich indes Ashley Hartung, die in einem Kindergarten mitarbeitete. „Ich liebe Kinder, es macht mir unheimlich viel Spaß mit ihnen. Das ist etwas, das ich mir auch dauerhaft vorstellen kann“, sagt sie – einen Babysitter-Job hat sie wegen ihres freiwilligen, außerschulischen Engagements bereits in der Tasche.

Als „tolle, verantwortungsvolle aber auch sehr stressige Erfahrung“, bezeichnet Antonia Lemke ihre Zeit im Kindergarten. Auch wenn sie sich den Erzieherinnen-Job eher nicht vorstellen könne, habe sie die Arbeitseinsätze „gerne durchgezogen“.

Hoffnung, dass „der Spaß geweckt ist“

Genau das ist der Wesenskern des von Sabine Karbus betreuten EvB-Projekts. „Reinschnuppern, Selbstständigkeit, Verantwortung wie auch Pünktlichkeit und Verlässlichkeit lernen: Am Ende geht es vor allem um Persönlichkeitsentwicklung“, sagt sie.

Ob im Begegnungscafé Caldern, bei der Freiwilligen Feuerwehr Elnhausen oder wie Mariella Beyer im Tierheim – „das Anpacken früh auszuprobieren bringt jeden voran“, sagt Schulleiter Schäfer. Das sieht auch Katja Kirsch von der Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf so und hofft, dass „der Spaß geweckt ist“ und die frühen Erfahrungen der Schüler für diese zu einem „Türöffner werden, sich weiter zu engagieren“.

Von Björn Wisker

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