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Marburg Schüler begeistern mit Mozart-Oper
Marburg Schüler begeistern mit Mozart-Oper
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17:19 16.06.2014
Opernrollen mit Schülern besetzt: Pamina (Carolin Lukasewitz, von links)), Monostatos (Saman Naeini) und Papageno (Paul Wellingerhof). das Foto entstand bei den Proben.Foto: Thorsten Richter Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Nach Georges Bizets „Carmen“ hat sich das Gymnasium Philippinum wieder an eine Oper herangewagt. Am Sonntag war nach monatelangen Proben Mozarts „Zauberflöte“ im Audimax zu sehen. Sie wurde begeistert aufgenommen.

Dicht an dicht saßen die Zuschauer zusammen. Wer draußen endlich einen Parkplatz gefunden hatte, durfte im Audimax wieder auf die Suche gehen. Einige saßen sogar auf den Treppen zwischen den Stuhlreihen.

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Man merkte vielen Schülern an, dass sie sich mit Gesangsunterricht oder in der Musikschule gut auf den Abend vorbereitet hatten. Allen voran Pamina-Darstellerin Carolin Lukasewitz, die stimmlich durchaus mit der ausgebildeten Konzertsängerin Marion Clausen mithalten konnte, die als „Königin der Nacht“ ihre Mutter spielte. Die stimmlich nicht so versierten Schüler hatten jedoch bisweilen Probleme gegen das Orchester anzusingen, so dass selbst in den ersten Reihen der Text schwer zu verstehen war. Vom Publikum gab es dennoch oft stürmischen Zwischenapplaus, natürlich ganz besonders nach den Arien.

Unter der Leitung des Lehrers André Kutsch boten die Schüler und Schülerinnen ein engagiert und beherzt gespieltes Musiktheater. Trotz minimalistischer Bühnenausstattung erzeugten die Schüler auch mit Hilfe von Lichttechnik und der in schwarz, weiß und grau gehaltenen Kostüme eine wunderbare Atmosphäre.

Bei der Umsetzung wurde bewusst auf wenige Requisiten mit Symbolcharakter gesetzt. Die fünf Requisiten, darunter natürlich die Zauberflöte und das Glockenspiel, die der Prinz Tamino (Felix Maier) und sein Helfer Papageno (Paul Wellingerhof) zum Schutz bei ihrer Befreiung Paminas erhalten, wurden kraftvoll bei der Ouvertüre in Szene gesetzt.

Die Schüler verkörperten ihre Rollen hervorragend. Paul Wellingerhof passte mit seinem lockigen Wuschelkopf wunderbar als Vogelfänger Papageno, Rasmus Becker wurden als Oberaufseher Monstatos zwei seiner langen Dreadlocks zu Teufelshörnchen gezwirbelt.

Das Publikum amüsierte sich prächtig und lachte immer wieder über Szenen, wie etwa die vom Glockenspiel verzauberten Sklaven Monstatos, die tanzend von der Bühne verschwanden.

Für einige Schüler war dies die letzte Musikaufführung - sie haben ihr Abitur hinter sich. Einige werden der Musik treu bleiben und wollen Schulmusik oder Gesang studieren, wie André Kutsch verriet. Ihnen kann man nur Erfolg wünschen und dass sie weiter so eifrig, offen und begeistert der Musik gegenüber bleiben.

von Mareike Bader

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