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Marburg Märchen als Musical
Marburg Märchen als Musical
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17:00 28.12.2019
Die Königin ist sauer: Schneewittchen hat sie an Schönheit überboten. Quelle: Alfons Wieber
Stadtallendorf

Rund 450 Besucher erlebten mit viel Freude das zauberhafte Märchen „Schneewittchen – das Musical“, eine romantische und kindgerechte Interpretation des Märchens, frei nach den Brüdern Grimm, mit viel Musik, sparsam-innovativem Bühnenbild und wunderschönen Kostümen.

Die aus dem Märchen bekannte Geschichte von der Königstochter Schneewittchen wich in der Version des Theaters Liberi zwar in vielen Punkten von seiner Originalfassung ab, verlor aber dennoch nie die Aussagekraft des Originals.
Fast alle kennen die Geschichte vom wunderschönen Schneewittchen (Tabea Steltenkamp), denn schon seit Generationen kennt jedes Kind die berühmte Frage: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“

Als die Antwort darauf plötzlich „Schneewittchen“ statt „Frau Königin, ihr seid die Schönste hier“ lautet, schmiedet die Königin (Kirsten Schneider) von Selbstsucht und Neid getrieben einen Plan, um ihre schöne Stieftochter loszuwerden.
Doch der mutigen Titelheldin gelingt es, mithilfe der königlichen Raben zu entkommen und tief in den Wald zu flüchten.

Sie trifft dort auf die sieben Zwerge, die versteckt und zurückgezogen von den Menschen leben und ein Geheimnis hüten. Nur der abenteuerlustige und draufgängerische Prinz Fynn (Marlon Hangmann), scheint von den Zwergen eingeweiht zu sein.

Schneewittchen will herausfinden, was es damit auf sich hat und schon ist sie mittendrin im Abenteuer rund um Freundschaft, Liebe, vergiftetes Obst und einen gestohlenen Zaubertrank. Wie im Märchen üblich wendet sich am Ende alles zum Guten. Dank des wiedergefundenen Zaubertranks wird Schneewittchen wieder lebendig und bekommt ihren Prinzen.

Auch wenn sich die Geschichte in vielen Passagen etwas weit vom Original der Brüder Grimm entfernte, war der rote Faden des Märchens immer gut erkennbar. Alle sieben Akteure bestachen durch eine beeindruckende Bühnenpräsenz und fanden sich zudem jeweils in einer Doppelrolle wieder.

Eine sehr überzeugende schauspielerische und vor allem gesangliche Darbietung boten Tabea Steltenkamp als Schneewittchen und Zwerg „Furbom“, Kirsten Schneider als Königin und Zwerg Thofur sowie Marlon Hangmann als Prinz Fynn und Zwerg Burtho.

Am Ende des rund zweistündigen Musicals, nachdem die Schauspieler mit tosendem Applaus verabschiedet worden waren, konnte man viele zufriedene und lachende Kinder sehen, die zusammen mit ihren Eltern oder Großeltern einen höchst unterhaltsamen und kurzweiligen Nachmittag in der Stadthalle miterlebt hatten. Am Ende durften sich die Kinder noch ein oder mehrere Autogramme bei den Darstellern abholen.   

von Alfons Wieber