Marburg. Die Marburger Linke scheiterte mit ihrem Antrag, per Parlamentsbeschluss festzuhalten, dass die derzeit zugelassene Verkaufsfläche im so genannten Allianzhaus an der Ecke Gutenbergstraße/Universitätsstraße nicht ausgeweitet werden darf.
Die zugelassene Verkaufsfläche beträgt derzeit 10.000 Quadratmeter, ausgenutzt werden bisher nur 4.000 Quadratmeter. Oberbürgermeister Egon Vaupel hat erklärt, dass er maximal 12.000 Quadratmeter für möglich hält.
„Wir befürchten, dass nach den Wahlen am 27. März die Katze aus dem Sack gelassen wird und alles größer wird“, begründete Professor Georg Fülberth den Antrag der Linken. Die öffentliche Informationsveranstaltung, bei der der Investor Joachim Tenkhoff seine Pläne vorgestellt hatte, habe keine Transparenz geschaffen, so Fülberth.
SPD-Stadtverordnete Marianne Wölk griff in ihrer Rede eine Aussage von Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) auf: „Unsere Mall ist die Oberstadt“. Die SPD wolle in Marburg keine Kopie des Neustädter Tors in Gießen oder des Forums in Wetzlar schaffen, wie die Marburger Linke unterstelle.
CDU-Fraktionsvorsitzender Philipp Stompfe widersprach Aussagen Wölks: Das umgestaltete Gebäude werde „nichts anderes als ein Shoppingcenter. Es wird eine Mall werden“. Das Allianzhaus könnte aber auch eine große Chance sein. Im ersten Jahr wird es ein Anziehungspunkt sein – nicht nur für Marburger“. Entscheidend sei, welche Rahmenbedingungen gesetzt würden, damit das Center langfristig attraktiv bleibe.
Bei Enthaltung der FDP wurde der Antrag der Linken mehrheitlich abgelehnt.
von Anna Ntemiris
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