Marburg. Geht es nach SPD und Grünen, dann organisiert die Stadt Marburg in Zusammenarbeit mit den Ortsbeiräten der Außenstadtteile eine „Scheunenbörse“. Sie soll potenzielle Verkäufer von nicht mehr landwirtschaftlich genutzten Gebäuden mit Käufern zusammenbringen. Ziel ist es, die Ortskerne der Marburger Außenstadtteile – wie hier in Bauerbach – zu erhalten.
Nach Informationen der Marburger Stadtplanung sind von Leerständen bislang keine Wohngebäude betroffen. Allerdings sind die Leerstände in landwirtschaftlichen Nutzgebäuden wie Scheunen oder Ställen nach Ansicht von Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Die Grünen) teilweise „besorgniserregend“. Dort könnten potenziell 55.000 Quadratmeter Wohnraum geschaffen werden, das entspricht etwa 300 Eigenheimen. In vielen Kommunen des Kreises ist die Situation weit dramatischer als in Marburg. In manchen Dörfern zerfallen die Ortskerne schon heute.
von Uwe Badouin
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