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Marburg Krustenbraten für Obdachlose und Bedürftige
Marburg Krustenbraten für Obdachlose und Bedürftige
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13:58 25.09.2020
Rita Vaupel von der Tafel sowie die Schausteller Adi und Toni Ahlendorf unterstützen Obdachlose und Bedürftige. Quelle: Foto: Katja Peters
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Marburg

Da, wo sonst die Corona-Tests durchgeführt werden, begrüßen am Samstag die Mitarbeiter der Tafel und die Schaustellerfamilie Ahlendorf etwa 150 Obdachlose und Bedürftige mit Krusten- und Schinkenbraten sowie vegetarischen Gerichten. „Normalerweise machen wir diese Aktion immer beim Hafenfest. Aber in diesem Jahr ist ja alles anders“, sagt Toni Ahlendorf. Und sein Vater Adi ergänzt noch: „Die Obdachlosen haben in diesen Zeiten noch weniger als sonst. Deswegen wollten wir die Aktion nicht ausfallen lassen.“ Rita Vaupel, Vorsitzende der Tafel, hatte die Koordination übernommen und Eintrittsbändchen an die Diakonie, die Caritas, das Frauenhaus und an die katholischen Frauen geschickt. „Etwa 30 Plätze haben wir freigehalten für die, die spontan vorbeikommen wollen“, sagt sie und ist beeindruckt von dem Engagement der Schausteller: „Die Ahlendorfs setzen sich in einer Zeit, wo es ihnen selbst nicht gut geht, trotzdem für die Ärmsten der Armen ein. Das ist wirklich beeindruckend.“

Ausgeschenkt wird von 11 bis 13 Uhr am Georg-Gaßmann-Stadion. Und noch eine gute Nachricht gibt es für die Schausteller-Familie aus Marburg: Der Eispalast darf stattfinden. „Er wird größer und auch länger auf sein“, freut sich Toni Ahlendorf. Startschuss ist der 27. November, zusammen mit Marburg b(u)y Night, das in diesem Jahr auch in abgeänderter Version geplant ist. Bis 31. Januar gibt es dann eine größere Indoor-Eisfläche und auch der Außenbereich wird ausgeweitet. Anmeldungen werden online möglich sein, wer kurzfristig vorbeischauen will, kann seine persönlichen Daten auch vor Ort angeben.

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Und noch ein bekannter Treffpunkt in der Vorweihnachtszeit ist in Planung: der Weihnachtsmarkt an der Elisabethkirche. Er soll ebenfalls am 27. November seine Türen öffnen. Die Stadt und viele andere involvierten Behörden haben bereits ihr Okay zum Hygienekonzept des Veranstalters gegeben. „Nur der Segen vom Gesundheitsamt fehlt noch“, hofft Adi Ahlendorf auch von dort auf einen positiven Bescheid. Maskenpflicht und eine Einlasskontrolle werden nicht die einzigen Veränderungen sein. Die Familie ist positiv optimistisch und auch dankbar, dass sie mit der Stadt einen so zuverlässigen Partner an ihrer Seite hat. „Die Verwaltung hat nicht nur uns geholfen, diese schwierige Zeit zu überbrücken. Was sie machen konnten, haben sie gemacht und uns unterstützt“, betont Toni Ahlendorf noch einmal und hofft, dass es nun zum Ende des Jahres wieder etwas bergauf mit der Auftragslage geht.

Von Katja Peters

25.09.2020
30.09.2020