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Marburg Sanierung eine Million Euro teurer
Marburg Sanierung eine Million Euro teurer
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21:16 20.08.2010
Die Baustelle im Hörsaalgebäude der Marburger Universität kann während der Sanierungsarbeiten nur von Arbeitern in Schutzanzügen betreten werden. Für die Öffentlichkleit bleibt das Gebäude bis zum 10. Oktober dieses Jahres gesperrt.
Die Baustelle im Hörsaalgebäude der Marburger Universität kann während der Sanierungsarbeiten nur von Arbeitern in Schutzanzügen betreten werden. Für die Öffentlichkleit bleibt das Gebäude bis zum 10. Oktober dieses Jahres gesperrt. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg. Seit Anfang des Monats und noch bis Oktober 2011 wird das zentrale Hörsaalgebäude der Philipps-Universität Marburg einer grundlegenden energetischen Sanierung unterzogen. Im Zuge der durch das Konjunkturpaket II vom Bund geförderten Arbeiten findet zudem eine großflächige Schadstoffsanierung statt. Außerdem werden Brandschutz und Barrierefreiheit des denkmalgeschützten Gebäudes entscheidend verbessert.

Die Kosten für die Sanierung werden sich voraussichtlich auf 11,3 Millionen Euro belaufen und sind damit rund eine Million Euro höher als zunächst geplant. „Das liegt vor allem daran, dass die Stahlpreise stark angestiegen sind“, erläuterte Dr. Eckhard Diehl, Technischer Leiter der Marburger Universität. Nun muss bei den sonstigen Sanierungsvorhaben der Universität, für die inklusive der Kosten für die Hörsaalgebäude-Sanierung 34 Millionen Euro zur Verfügung stehen, eine Million Euro eingespart werden. Dies erläuterte Dr. Diehl am Freitag bei einer Pressekonferenz. 75 Prozent der Kosten für die Gebäudesanierung trägt der Bund, und 25 Prozent das Land Hessen.

Das im Jahre 1962 fertiggestellte Gebäude ist dringend sanierungsbedürftig. So wurde es – wie damals üblich – ohne Wärmedämmung realisiert. Als Folge sind der Energieverbrauch und damit der CO2-Ausstoß deutlich höher als bei vergleichbaren modernen Gebäuden. Die Umbauten erfolgen während des laufenden Betriebs. Um die unvermeidliche Beeinträchtigung des Semesterbetriebs gering zu halten, werden besonders lärmintensive Arbeiten vorrangig in den Semesterferien vorgenommen. Begonnen wird jetzt mit der Schadstoffsanierung und dem Abbruch der Unterdecken, der bis Oktober 2010 dauert.

von Manfred Hitzeroth

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