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Marburg Rugbyspieler sind im ZDF zu sehen
Marburg Rugbyspieler sind im ZDF zu sehen
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11:58 21.11.2020
Die Teams der Rugby Union Marburg zeigen Gesicht gegen Gewalt in Partnerschaften. Quelle: Foto: Christian Griese/Stadt Marburg
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Marburg

Ein Fernsehteam hatte die Rugby Union bei einem Fotoshooting begleitet, für die ersten Motive einer Marburger Plakatkampagne zu diesem Thema. Gesichter der Kampagne sind die jeweiligen Teamsprecher Elisa Rudolph für die Frauen und Nima Heidary für die Männer.

In dem Projekt „Marburg ohne Partnergewalt“ startet die Stadt Marburg mit der Rugby Union Marburg, „Frauen helfen Frauen“ und der JUKO eine groß angelegte Fotokampagne. Die Plakate sind im ganzen Stadtgebiet sichtbar. Die Kampagne macht darauf aufmerksam, dass Gewalt in Partnerschaften keine Privatsache sei und es in der Verantwortung aller Bürger liege, sich dagegen einzubringen.

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Stadt: Jede vierte Frau erlebt häusliche Gewalt

Die Stadt Marburg und viele weitere Initiativen und Organisationen arbeiten schon länger gemeinsam daran, in der Öffentlichkeit mehr Bewusstsein für geschlechterbezogene Gewalt, insbesondere Partnergewalt, zu schaffen. Mehr als 80 Prozent der Betroffenen von Gewalt in Partnerschaften sind nach Angaben der Stadt Frauen. Jede vierte Frau erlebe im Laufe ihres Lebens sogenannte häusliche Gewalt. „Gewalt besteht nicht nur aus Schlägen oder anderen körperlichen Verletzungen. Gewalt beginnt immer schon viel früher mit unverhältnismäßiger Kontrolle, verbalen oder psychischen Erniedrigungen. Gewalt ist für Außenstehende also nicht immer leicht ‚sichtbar’. Wir alle müssen also sehr aufmerksam auf unser Umfeld achten, schon kleinere Verhaltensänderungen wahrnehmen und im Zweifelsfall reagieren und eingreifen“, stellt Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies klar.

Durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie verschärfe sich die Situation von Partnergewalt zusätzlich: Die Isolation in der gemeinsamen Wohnung und der Verlust von Möglichkeiten, sich aus dem Weg zu gehen, fördern das Risiko, dass die Gewaltspirale sich schneller dreht: Gewaltausbrüche werden häufiger, Gewaltformen heftiger. Gleichzeitig fehle Betroffenen durch die sozialen Einschränkungen ein wichtiger Anker: Der alltägliche Kontakt mit Menschen, die auf Anzeichen von Gewalt aufmerksam werden.

Die Homepage der Kampagne informiert darüber, wie jeder Gewalt erkennen, helfen und Gesicht zeigen kann – unterwww.marburg.de/gesichtzeigen im Internet.

 

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