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Marburg Ein Oscar für Limbachers Lebenswerk
Marburg Ein Oscar für Limbachers Lebenswerk
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08:57 04.09.2020
Rolph Limbacher erhielt den Ehrenbrief des Landes Hessen und seine Lebensgefährtin Claudia Müller einen Blumenstrauß von Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. Quelle: Gianfranco Fain
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Marburg

Er habe nie Klagen gehört, dass er nicht zu Hause war, sondern sei von seiner Partnerin und den Kindern immer unterstützt worden, wenn er eine weitere Aufgabe übernahm, dankte Rolph Limbacher seiner Familie anlässlich der Entgegennahme des Ehrenbriefes des Landes Hessen.

Dass das „Marburger Urgestein“ neben seinem Unternehmertum in den zurückliegenden 19 Jahren zahllose ehrenamtliche Aufgaben zum Wohle seiner Mitbürger übernahm, verdeutlichte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies mit seiner Laudatio über den Vorsitzenden der Kreishandwerkerschaft Marburg im TTZ vor rund 30 Gästen, die auch aus Frankfurt, Offenbach und Kassel anreisten.

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„Rolph Limbacher hat alles, was er heute ist und hat, mit eigenen Händen aufgebaut“, sagte Spies. Dabei habe er in nicht immer leichten Zeiten aus dem Salon seiner Eltern in der Oberstadt ein Unternehmen mit Filialen über Marburg hinaus geschaffen. Dabei pflege Limbacher, der 1987 seine Meisterprüfung als Frisör ablegte, auch seine Verantwortung gegenüber den mehr als 100 Domino-Mitarbeitern, zum Beispiel indem er die Tarifbindung einhalte.

Auch ehrenamtlicher Arbeitsrichter

Limbacher sei zudem auch bereit, Verantwortung über die eigenen Interessen hinaus zu übernehmen, fuhr Spies fort. Dies bezeugen ehrenamtliche Tätigkeiten wie die des Vorsitzenden im Landesinnungsverband der Friseure von 2008 bis 2014 oder in ebensolcher Position von 2013 bis 2019 in der Kreishandwerkerschaft. Vor allem sei Rolph Limbacher mit seiner kollegialen Art aber ein kompetenter sowie verlässlicher Partner und Vermittler, der für jedes Problem ansprechbar ist und dessen Handschlag gilt, lobte Spies.

Seine erneut aufgeflammte Leidenschaft für den Radsport sowie die seit drei Jahren übernommene Aufgabe eines ehrenamtlichen Arbeitsrichters zeigten, dass Rolph Limbacher noch lange nicht ans Aufhören denkt. Der Geehrte machte auch deutlich, dass er nach dem Erhalt dieses „Oscar fürs Lebenswerk“ – wie eine Angestellte diese Ehrung bezeichnete – noch Ziele hat, zum Beispiel im Jahr 2029 zum 100-jährigen Bestehen des Unternehmens den 500. Auszubildenden zu begrüßen.

Von Gianfranco Fain