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Marburg Richtsberg 88: Baugenehmigung für Sanierung
Marburg Richtsberg 88: Baugenehmigung für Sanierung
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19:42 07.07.2016
Das Hochhaus „Am Richtsberg 88“ steht leer, seit dem es dort im Sommer 2014 gebrannt hat. Foto: Björn Wisker
Das Hochhaus „Am Richtsberg 88“ steht leer, seit dem es dort im Sommer 2014 gebrannt hat. Quelle: Björn Wisker
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Marburg

Nach bestätigten Recherchen der OP hat die Allianz-Versicherung inzwischen einen Millionen­betrag an das Studentenwerk überwiesen, hält aber eine Restsumme noch zurück, bis das Studentenwerk über Sanierung oder Abriss des Gebäudes entschieden hat. Diese Summe soll aber deutlich über dem in der OP genannten „niedrigen sechsstelligen Betrag“ liegen, sagte Kahle, der zudem mitteilte, Gutachter seien kürzlich im Haus gewesen.

Nach Einschätzung von Kahle 
gibt es rechtliche Hindernisse 
für einen schnellen Sanierungsbeginn durch das Studentenwerk. Für den Fall, dass die 
Höhe der Versicherungssumme strittig sei, verliere das Studentenwerk Ansprüche bei einem Sanierungsbeginn, ohne dass die Höhe der Versicherungs­leistung bekannt sei.

Der SPD-Sozialexperte Ulrich Severin sagte, gerichtliche Auseinandersetzungen könnten Jahre dauern. Die Baugenehmigung spreche aber dafür, dass mit der Sanierung bald begonnen werden könne.

Der Sozialausschuss schlägt dem Stadtparlament auf Initiative von Richtsbergs Ortsvorsteherin Erika Lotz-Halilovic (SPD) und Michael Weber (Piraten­partei) vor, den Magistrat um Prüfung zu bitten, in welchem Umfang der Stadt Marburg durch die Nichtbewohnbarkeit des Hauses Nachteile entstanden sind, und dafür zu sorgen, dass die Reaktivierung oder der Neubau des Gebäudes noch in diesem Jahr beginnt.

„Unser Anliegen ist vor allem, dass der Stillstand aufhört“, 
sagt Lotz-Halilovic. Nach den OP-Recherchen sei der Antrag „aktueller denn je“, ergänzte Michael Weber.

von Till Conrad und Björn Wisker