Marburg. Die Rhön Klinikum AG, 95-prozentiger Eigner der Uni-Klinikum Marburg und Gießen GmbH, will mehr Medizinische Versorgungszentren (MVZ) in Gießen und Marburg erwerben. Dies bestätigte Dr. Christoph Straub vom Rhön-Vorstand. Jedoch gebe es keine Zielzahl, und der private Krankenhauskonzern strebe auch keine Monopolstellung an, sagte Straub. Die Zentren sollten der Verbesserung der Versorgung dienen, so das Rhön-Vorstandsmitglied.
Grundlegende Kritik an den Rhön-Plänen kommt von niedergelassenen Ärzten, die in der Initiative „Notruf 113“ zusammengeschlossen sind. „Wir befürchten eine Monopolisierung des ambulanten Sektors durch Rhön und mittelfristig eine Verteuerung der Kosten“, sagte Dr. Susanne Deuker (Notruf 113) Zu erwarten seien dadurch auch mehr Prozeduren, die Profit brächten und nicht dem Nutzen der Patienten dienten.
von Manfred Hitzeroth
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