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Marburg Restaurant-Gäste können gemütlich im Iglu sitzen
Marburg Restaurant-Gäste können gemütlich im Iglu sitzen
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20:40 18.12.2020
In vier Iglus können Besucher des Restaurants „Waldschlösschen“ in Zukunft speisen – sobald Restaurants wieder öffnen dürfen.
In vier Iglus können Besucher des Restaurants „Waldschlösschen“ in Zukunft speisen – sobald Restaurants wieder öffnen dürfen. Quelle: Foto: Vila Vita
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Dagobertshausen

Es soll ein besonderes Restaurant-Erlebnis sein, sobald die Gastronomie wieder öffnen darf: Beim Restaurant Waldschlösschen in Dagobertshausen können Gäste dann in vier „Iglus“ speisen. Die Iglus bestehen natürlich nicht aus Schnee, sondern aus Glasfenstern, sind gut beheizt und gemütlich ausgestattet.

Die Idee dahinter: Die Gäste können auch im Winter draußen sitzen, ohne zu frieren oder nass zu werden. „Wir möchten – natürlich ganz Corona-konform – unseren Gästen etwas ganz Besonderes bieten, sobald wir wieder öffnen dürfen“, sagt Michael Hamann, Geschäftsführer der Vila Vita Gastronomie, der die Iglus gemeinsam mit Restaurantleiter Stefan Cabras vorstellte. „Hier kann man sich wirklich sicher und geborgen zugleich fühlen, das ist uns sehr wichtig.“

Vorspeisen für alle,

Hauptgang nach Wahl

Bis zu acht Personen passen in jedes der vier Iglus. Sie sitzen, mit Blick auf den Sternenhimmel und die Winterlandschaft, um einen runden Tisch auf gemütlich gepolsterten Sesseln und Sofas. Die durchsichtigen, runden Häuschen seien deutschlandweit einmalig und in dieser Form eine Eigenkreation, erläutert Hamann: Einrichtung, Design und Beleuchtung sind hausintern gestaltet worden. Auch die Heizung mit Fernsteuerung und die Klingel für den Kellner wurden extra eingebaut.

Sollte jemand trotz Heizung noch frieren, gibt es extra eine „Waldschlösschen“-Wärmflasche. „Das passt wunderbar in diese Zeit“, sagt Hamann mit Blick auf die Corona-Pandemie.

Denn die Tischgesellschaft – zum Beispiel Großeltern mit Kindern und Enkelkindern – sei in ihrem Iglu von anderen Restaurantbesuchern getrennt. „Sie haben ihre eigene kleine Welt für sich“, sagt Hamann. „Auch wenn es kein Corona gäbe – gemütlicher kannst du im Winter nirgendwo essen gehen.“ Damit es auch wirklich gemütlich ist und der Kellner nicht zu lange an der geöffneten Iglu-Tür stehen muss, wird es in den Waldschlösschen-Iglus keine große Speisekarte geben, sondern feste Menüs.

Das Menü, das Küchenchef Roland Reuss kreiert hat, beginnt mit einem Waldschlösschen-Jager-Tee (mit oder ohne Alkohol) und Vorspeisen wie „Kleine getrüffelte Kalbsfrikadellen mit Sauce Tartar“ und „In Tempura gebackene Schwarzwurzel mit spicy Dip“.

Die Vorspeisen werden auf den Tisch in die Mitte gestellt, damit die Tischgesellschaft sie teilen kann. Den Hauptgang können die Gäste aus fünf Gerichten wählen – zum Beispiel „Knusprige Bauern-Ente“, „Gebratene Seeteufel-Medaillons“ oder „Verschiedene winterliche Wurzelgemüse“. Zum Nachtisch gibt es Kaiserschmarrn.

Weil es nur vier Iglus gibt und das Angebot etwas Besonderes sein soll, werden Restaurant-Gäste nur mit Reservierung in den Iglus speisen können – bei 500 Euro Mindestumsatz pro Tischgesellschaft. Schon jetzt gebe es mehr als 150 Anfragen, berichtet Hamann – sie stehen Corona-bedingt erst einmal auf einer Warteliste. Für Mitte Januar oder Februar, wenn hoffentlich die Gastronomie wieder geöffnet sei, könne man aber schon einen Wunschtermin buchen.

Auch in der warmen Jahreszeit will das Waldschlösschen die Iglus betreiben. „Aber sie werden im Sommer nicht hier im Waldschlösschen-Garten stehen, sondern auf einem anderen Areal“, erklärt Hamann.

Von Stefan Dietrich

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