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Marburg Regionalbudget: Geld für Projekte auf dem Land
Marburg Regionalbudget: Geld für Projekte auf dem Land
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11:54 15.01.2020
Ein Förder-Beispiel aus 2019: In Amöneburg können während eines Rundganges im Stadtkern über QR-Codes die Geschichten historischer Häuser abgerufen werden. Quelle: Florian Lerchbacher
Marburg

Die erste Runde 2019 hat schon gezeigt, wie vielfältig, wie verschieden die Projekte sein können, die über das ­Regionalbudget gefördert werden können. Ab sofort können Vereine, Bürgerinnen und Bürger sowie Kommunen, sofern sie Mitglied einer Region sind, Projekte für das Regionalbudget beim zuständigen Regionalmanage­ment einreichen.

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf ist in drei Regionen involviert: Die Region Marburger Land, die Region Burgwald-Ederbergland und die Region Lahn-Dill-Bergland. Mit dem Regionalbudget können Kleinprojekte zwischen 1.000 und 20.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer gefördert werden. Die Förderquote beträgt 80 Prozent der förderfähigen Bruttokosten.

Alexandra Klusmann, Regionalmanagerin der Region­ Marburger Land zeigt auf, wie unterschiedlich die Projekte sein können: „Das können Projekte zur Gestaltung von Außenbereichen und Grünflächen oder das Anlegen von Blühflächen sein. Das Geld kann aber auch zur Anschaffung von Geräten und Maschinen für ein ­Gemeinschaftshaus dienen.“

Ebenso können sich Existenzgründer, die einen Handwerksbetrieb zum Laufen bringen wollen, melden, um diverse Hilfsmittel­ finanzieren zu können. Auch aus den Themenfeldern Freizeit und Tourismus können die Ideen kommen.

  • Region Marburger Land: Die vollständigen Unterlagen müssen bis spätestens 15. Februar eingereicht werden. Am 10. März entscheidet der Vorstand der Region Marburger Land über die Projekte. Welche Unterlagen Sie einreichen müssen, finden Interessierte auf der Homepage der Region Marburger Land. Natürlich können sich diese auch direkt an das Regionalmanagement wenden. Kontakt: Regionalmanagerin­ Alexandra Klusmann, Telefon 0 64 28 / 707 340, E-Mail: alexandra.klusmann@stadtallendorf.de; Internet: www.marburger-land.de
  • Region Burgwald-Ederbergland: Unter dem Titel „Stärkung ehrenamtlicher Aktivitäten“ ruft die Region zur Einreichung von Projekten auf, bei denen das bürgerschaftliche Engagement besonders sichtbar wird und die zur Förderung der Regionalkultur, des gesellschaftlichen Zusammenhalts, des Klima- und Naturschutzes und/oder des Tourismus beitragen. Einsendeschluss ist der 16. Februar Termine für eine Beratung zur ­Antragstellung sind möglich. Kontakt: Regionalmanagerin­ Franziska Ta Van, Telefon 0 64 23 / 54 10 07; E-Mail: info@region-burgwald-ederbergland.de; Internet: www.region-burgwald-ederbergland.de
  • Region Lahn-Dill-Bergland: Wer eine Projektidee hat, die er auch in 2020 umsetzen möchte, kann sich ab sofort beraten lassen und die Antragsunterlagen vorbereiten. Bis zum 15. Februar müssen die vollständigen Antragsunterlagen beim Regionalmanagement vorliegen. Danach wird das Entscheidungsgremium die Projekte auswählen, die aus dem Regionalbudget 2020 gefördert werden sollen und das gesamte Regionalbudget beantragen. Nachdem das Gesamtbudget bewilligt wurde, schließt die Region mit den Projektträgern ­Weiterleitungsverträge und erteilt die „Starterlaubnis“. Die Umsetzung des Projektes und die Abrechnung der Kosten müssen bis zum 15. Oktober 2020 erfolgt sein. Kontakt: Regionalmanagerin Marion Klein, Telefon: 0 27 76 / 8 01 17; E-Mail: m.klein@lahn-dill-bergland.de; Internet www.lahn-dill-bergland.de

von Götz Schaub

Hintergrund

Das Land Hessen stellt nach einer durchaus erfolgreichen ersten Runde 2019 den LEA­DER-Regionen erneut Fördermittel in Form eines „Regionalbudgets“ zur Verfügung, das die Regionen nach den Kriterien von „Leader“ für Förderprojekte in der Region einsetzen können.

Vorbehaltlich der Bewilligung der Zuwendung umfasst der Aufruf ausschließlich Anträge auf Förderung von Kleinprojekten. Förderfähig sind Projekte, die eine Gesamtsumme von 20.000 Euro nicht überschreiten, der Regionalen Entwicklungsstrategie entsprechen und im Laufe des Jahres umgesetzt werden können. Wichtig ist, dass ein beantragtes Projekt nicht vor der Bewilligung begonnen werden darf.