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Marburg Die Anklage lautet auf versuchten Mord
Marburg Die Anklage lautet auf versuchten Mord
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20:13 10.08.2020
Vor dem Marburger Landgericht hat am Montag ein Prozess wegen versuchten Mordes in 21 Fällen begonnen. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Bäume, Betonpfosten und Sitzbänke sollen die drei Angeklagten unter anderem auf Bahngleisen gelegt und damit heimtückisch das Leben von zahlreichen Menschen riskiert und deren Tod "billigend in Kauf" genommen zu haben. So zumindest heißt es in der Anklageschrift, die am Montag zu Prozessbeginn im Marburger Landgericht verlesen wurde.

Außerdem wird den Männern, die aus unterschiedlichen Gemeinden in Mittelhessen kommen, vorgeworfen, Schutzhütten in Brand gesteckt zu haben. Nach den Brandstiftungen an den Grillhütten Wehrda und Kleinseelheim im vergangenen August waren die mutmaßlichen Täter von der Polizei festgenommen worden.

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Insgesamt 21 Fälle sind angeklagt, darunter sieben Fälle von gemeinschaftlich begangenen versuchten Mordes, wobei nicht alle drei angeklagten Deutschen im Alter von 27 bis 51 Jahren an allen Taten beteiligt gewesen sein sollen. Der Schaden belief sich laut Anklageschrift auf mehrere Hunderttausend Euro. Verletzte oder Tote habe es glücklicherweise nicht gegeben. Die Züge  auf der Strecke zwischen Treysa und Wabern kollidierten zwar mit den Hindernissen, aber weder die Lokführer noch Fahrgäste wurden verletzt. 

Mit einem Urteil ist wohl erst im November zu rechnen, bis dahin sind verschiedene Termine für Zeugen- und Gutachteraussagen angesetzt. Im Laufe des ersten Prozesstags sollte der erste Angeklagte vernommen werden.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie hier (kostenpflichtig), oder morgen in der gedruckten Ausgabe der OP.

von Katja Peters und Katharina Kaufmann-Hirsch