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Marburg Protestplakate gegen Altkanzler an Bushaltestellen
Marburg Protestplakate gegen Altkanzler an Bushaltestellen
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19:53 25.04.2022
Altkanzler Gerhard Schröder prankt auf einem Plakat in der Schwanalle in Marburg. Die Aktionsgruppe „Die Erziehungsberechtigten“ kaperte nach eigenen Angaben 15 Plakatflächen, die Gerhard Schröders Lobby-Jobs für russische Energiekonzerne scharf kritisieren. Darauf zu sehen ist der SPD-Altkanzler mit der satirischen Schlagzeile „Skandal um 77-jährigen Hannoveraner – ‚Muss in Russland arbeiten, weil Rente nicht reicht‘“. Das Plakatmotiv komme von der bundesweit aktiven Adbusting-Gruppe „Dies Irae“.
Altkanzler Gerhard Schröder prankt auf einem Plakat in der Schwanalle in Marburg. Die Aktionsgruppe „Die Erziehungsberechtigten“ kaperte nach eigenen Angaben 15 Plakatflächen, die Gerhard Schröders Lobby-Jobs für russische Energiekonzerne scharf kritisieren. Darauf zu sehen ist der SPD-Altkanzler mit der satirischen Schlagzeile „Skandal um 77-jährigen Hannoveraner – ‚Muss in Russland arbeiten, weil Rente nicht reicht‘“. Das Plakatmotiv komme von der bundesweit aktiven Adbusting-Gruppe „Dies Irae“. Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Sie nennen sich „Die Erziehungsberechtigten“ und sie kapern Werbeflächen im öffentlichen Raum: Am Montag blickten die Menschen an Marburger Bushaltestellen in ein bekanntes Gesicht – das von Altkanzler Gerhard Schröder. „Mit dieser Aktion wollen wir den Druck auf Schröder erhöhen, sich vom Kriegstreiber Putin abzuwenden. Wenn sich Schröder nicht von Putin abwendet, schlägt er sich auf die Seite von Kriegstreibern und Menschenrechtsverletzungen“, erklärt Viktoria, Sprecherin der „Erziehungsberechtigten“, in einer Presseerklärung. Außerdem thematisieren die Plakate die Folgen der Agenda 2010: „Ausgerechnet ein sozialdemokratischer Kanzler setzte sich für Hartz IV ein und zwang damit Millionen Menschen in Armut“, so die Sprecherin.

Gerhard Schröder steht massiv in der Kritik , weil er sich trotz des russischen Angriffs auf die Ukraine nicht von seinen Posten bei russischen Energieunternehmen trennt. Die SPD-Spitze hatte ihn bereits vor zwei Monaten in einem Brief dazu aufgefordert. Aktuell läuft ein Parteiordnungsverfahren gegen Schröder.