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Marburg Premiere von „Die Welt im Rücken“
Marburg Premiere von „Die Welt im Rücken“
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20:25 14.03.2020
Mechthild Grabner (von links), Zenzi Huber und Christian Simon in „Die Welt im Rücken" von Thomas Melle am Hessischen Landestheater Marburg. Quelle: Foto: Jan Bosch
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Marburg

Das Hessische Landestheater Marburg feiert am Samstag Premiere mit einem Stück, das von der Welt eines manisch-depressiven Menschen erzählt. Vorlage ist der autobiografische Roman „Die Welt im Rücken“ des preisgekrönten Autors Thomas Melle, der von seinem Leben mit einer bipolaren Störung berichtet.

Im Anschluss an die Premiere am 14. März ab 19.30 Uhr im Theater am Schwanhof findet darüber hinaus auch die Preisverleihung des „Preises der Deutschen Theaterverlage“ 2019 an das Marburger Theater statt.

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Adaption eines bewegenden Buches

Die Inszenierung von Intendantin und Regisseurin Eva Lange ist die Adaption eines ungewöhnlichen und bewegenden Buches, das ein Leben mit extremen Höhenflügen und Tiefschlägen schildert. Es ist eine radikale Selbstbeschreibung, ein Ordnungsversuch der verschiedenen Zustände und Erlebnisse. Das Erzählen ist ein Zufluchtsort für den Autor, das einzige, was bleibt, wenn die Welt über ihn hereinbricht. Es ist auch ein Versuch Thomas Melles, die eigene Geschichte zu erzählen.

Die Dramaturgin Christin Ihle hat aus dem Roman eine Fassung für das Theater gemacht. Auf der Bühne zu sehen sind Mechthild Grabner, Zenzi Huber und Christian Simon. Um 19 Uhr gibt es eine Einführung. Im Anschluss an die Premiere verleiht die Stiftung des Verbandes Deutscher Bühnen- und Medienverlage zum vierzehnten Mal den „Preis der Deutschen Theaterverlage“. Jährlich im Wechsel würdigt der Preis die Förderung der Sprech- und Musikdramatik in Schauspiel oder Oper im deutschsprachigen Raum. Ausgezeichnet wird in dieser Spielzeit das Hessische Landestheater Marburg.

Theater spielt bis auf Weiteres

Die Vorstellungen des Hessischen Landestheaters finden bis auf weiteres wie geplant statt, teilt Theatersprecherin Lisa Hedler auf Anfrage der OP mit.

Die Leitung des Hauses steht demnach im ständigen Kontakt mit den zuständigen Behörden und beurteilt die Situation täglich neu. Es wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um sowohl Zuschauer als auch Mitarbeiter zu schützen und einer Verbreitung von Infektionen vorzubeugen, heißt es. Alle Kontaktflächen werden im erhöhten Turnus gereinigt, zusätzliche Desinfektionsmittel-Spender wurden installiert. An zahlreichen Stellen - sowohl im Vorderhaus als auch „Backstage“ - wurden gut sichtbar Hinweise auf die Hygieneregeln, zum Beispiel richtiges Händewaschen, angebracht. Das Landestheater rät im Sinne der Prävention Personen, die Grippe- und Erkältungssymptome zeigen und die einer besonders gefährdeten Gruppe angehören, die Vorstellungen nicht zu besuchen.

Sollte Zuschauern der Besuch einer Vorstellung nicht möglich sein, können Karten bis zum 9. April zurückgeben werden, sagt Hedler.

Von Heike Döhn

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