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Marburg Platz in Parks: Mehr Fläche für Marburgs Kneipen und Buden
Marburg Platz in Parks: Mehr Fläche für Marburgs Kneipen und Buden
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10:00 09.06.2021
Sahin Sahan und das„Market“ nutzten im vergangenen Sommer Teile des Marktplatzes – nun soll quer durch die Stadt für Gastronomen und Schausteller Corona-Platz geschaffen werden
Sahin Sahan und das„Market“ nutzten im vergangenen Sommer Teile des Marktplatzes – nun soll quer durch die Stadt für Gastronomen und Schausteller Corona-Platz geschaffen werden Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Volle Fahrt auf Freizeit – und deshalb mehr Platz für Gastronomen und Schausteller: Die SPD fordert angesichts des trotz Corona-Öffnungen schleppend angelaufenen Geschäftstreibens, dass Kneipen, Restaurants und Imbiss-Buden sich auf öffentliche Freiflächen, auch etwa in Marburger Parks, ausdehnen können.

„Stufe 2 heißt nicht Normalbetrieb. Wir wollen den Betrieben so mehr Möglichkeiten schaffen, Menschen zu versorgen“, sagt Steffen Rink, SPD-Fraktionschef.

Testpflicht bremst

Ein wesentlicher Grund für den Schritt ist die in Innenräumen weiterhin geltende Corona-Testpflicht. Diese, so sagte gestern der hessische Dehoga-Präsident Gerald Kink sei maßgeblich für den landesweit eher gebremsten Wiederöffnungs-Start verantwortlich. Es sei daher „ein Restart mit angezogener Handbremse“.

Doch sowohl Gastronomie als auch die seit fast eineinhalb Jahren pandemie-gebeutelten und damit benachteiligten Schausteller bräuchten nun „umsatzstarke Monate, und dabei wollen wir helfen“, sagt Rink.

Gerade wenn jetzt ab Ende der Woche das Sommerwetter komme, würden Bars ohne oder mit wenigen Außen-Sitzplätzen bei gleichzeitig geltender Innenraum-Testpflicht benachteiligt. „Das ist ein Nachteil, den wir ausgleichen wollen“, ergänzt Wirtschaftspolitiker Schaker Hussein und bringt unter anderem gebührenfrei nutzbare Bar-Flächen in Parks ins Spiel. Zuletzt forderte die Grünen-Fraktion – umso mehr, weil das Stadtfest „3 Tage Marburg“ erneut abgesagt wurde – die Ermöglichung eines Kultursommers, einer Neuauflage des im vergangenen Jahr umgesetzten Konzepts „Sommer in der Stadt“.

Trotz Corona-Pandemie solle die Stadtverwaltung an verschiedenen Orten der Stadt feste Bühnen für Bands und Kleinkünstler aufbauen, die dann sowohl für Ticket- wie auch für Gratis-Veranstaltungen den gesamten Sommer hindurch genutzt werden könnten. Stadt und Veranstalter arbeiten an entsprechenden Programmen.

Feste als Arbeitsplatz-Faktor

Genau dort, rund um diese Orte, wo viele Menschen zusammenkommen sollen, müssten auch größere Areale für Schausteller-Verkaufsflächen eingeplant werden, sagt SPD-Kulturpolitiker Gerald Weidemann. Zuletzt gab es immer mehr Stimmen, die speziell schnell zu schaffende Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche forderten.

Die ebenfalls weiterhin geltenden Abstandsregeln werden das Besucheraufkommen in Bars oder bei perspektivischen Festen verringern, letztlich würden laut Weidemann an der wirtschaftlichen Entwicklung der Kleinbetriebe viele Arbeitsplätze auch für Studenten hängen.

Von Björn Wisker

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