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Marburg Philipps-Philharmonie startet in Marburg
Marburg Philipps-Philharmonie startet in Marburg
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14:00 13.05.2021
Simon Schwarz (von links), Jacob Göhring, Stephan Gröger und Lukas Baum gehören zu den ersten Mitgliedern der noch jungen Philipps-Philharmonie Marburg.
Simon Schwarz (von links), Jacob Göhring, Stephan Gröger und Lukas Baum gehören zu den ersten Mitgliedern der noch jungen Philipps-Philharmonie Marburg. Quelle: Privat
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Marburg

Marburg bekommt ein drittes Sinfonieorchester: Neben dem Studenten-Sinfonie-Orchester und der Jungen Marburger Philharmonie gibt es künftig auch die Philipps-Philharmonie Marburg (PPM). Das neue Studierendenorchester wurde bereits im Februar ins Vereinsregister eingetragen und tritt nun in die Öffentlichkeit. Vorsitzender und Dirigent ist Ulrich Manfred Metzger, der zuvor 14 Jahre lang mit großem Erfolg das Studenten-Sinfonie-Orchester (SSO) Marburg geleitet hat. Bei dem neuen Orchester wurde er für zehn Jahre zum künstlerischen Leiter gewählt. „Ich freue mich auf Kontinuität und frischen Wind gleichermaßen“, sagte Metzger. Mit ihm sind eine ganze Reihe von Musikerinnen und Musikern vom SSO in die neue PPM gewechselt – etwa der langjährig SSO-Vorsitzende Lukas Baum. Es herrsche Aufbruchsstimmung, so Metzger: „Die Studierenden haben das Orchester mit viel Energie und Elan gegründet und eine moderne Homepage konzipiert.“

Metzgers Pläne sind ambitioniert. Er will ein qualitativ hochwertiges Laien-Orchester aufbauen. Ziel ist, so bald wie möglich nach der Pandemie einen Sinfoniekonzertbetrieb mit Semesterabschluss-Konzerten aufzunehmen. Das Orchester möchte zusätzlich „ein gesellschaftspolitisches Angebot machen“, sagt Metzger, „etwa in der Corona-Zeit dezentrale Konzerte anbieten und nach Ende der Pandemie mit Schulen und Kindergärten zusammenarbeiten.“ Auch Kinderkonzerte anzubieten wäre schön. Ziel sind rund 70 Musikerinnen und Musiker vor allem aus dem studentischen Umfeld.

So wirbt die PPM auf ihrer Homepage: „Die Philipps-Philharmonie ist DAS studentische Sinfonieorchester Marburgs“. Sicher scheint schon jetzt: Das SSO, das jüngst Jens Troester als Gastdirigenten vorstellte, und die PPM werden zumindest zu Beginn um die gleichen Musikerinnen und Musiker kämpfen müssen. Metzger sieht das Verhältnis zum SSO entspannt: „Wir haben künftig musikalisch einen unterschiedlichen Markenkern und sprechen von daher auch verschiedene Zielgruppen innerhalb der Studierenden an. Jedes Orchester hat seine Berechtigung.“

Die Vereinssatzung der PPM regelt „vor allem aber Rechte und Pflichten von Orchestermitgliedern und Dirigent kompetent“. Metzger erklärt: „Der Dirigent hat das Entscheidungsrecht darüber, wer bei großen Konzerten mitspielen darf. Er muss nicht ständig im Orchester nach Mehrheiten suchen.“

„Die Philipps-Philharmonie hofft, sich bei Gelegenheit mit der neuen Verwaltungsspitze der Universität über eine Verbesserung des musikalischen Angebotes für Studierende austauschen zu können“, erklärt Lukas Baum, der als bisheriger langjähriger 1. Vorsitzender des SSO nun den 2. Vorsitz der Philipps-Philharmonie wahrnimmt und an der Satzung mitgearbeitet hat. Das SSO habe immer sehr stark auf seine Unabhängigkeit von der Universität beharrt und hierdurch beispielsweise jahrelang an die Universität Miete für Proben und Konzerte im Audimax bezahlt. „In jüngster Zeit hatte es hier dankenswerterweise Verbesserungen gegeben“, so Baum.

Interessentinnen und Interessenten können sich an info@philipps-philharmonie-marburg.de wenden.

Von Uwe Badouin