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Marburg Pflegekräfte am Limit
Marburg Pflegekräfte am Limit
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07:58 12.11.2019
Zwei Pflegerinnen schieben Patienten mit Rollstühlen durch einen Flur. Das Pflegepersonal am Uniklinikum Gießen und Marburg ist knapp.  Quelle: Daniel Bockwoldt
Marburg

Erika Hallenberger, die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende am UKGM, sagt, die Situation in Marburg sei nicht besser als die in Gießen.
UKGM-Sprecher Frank Steibli beruhigt, in Marburg sei die Schließung einzelner Stationen nicht geplant. Alle Pflegestellen seien besetzt.

Hallenberger spricht aber von zahlreiche Überlastungsanzeigen, die die Interessenvertretung erreicht hätten. Die Pflegesituation in Marburg sei am Limit. Einen wesentlichen Grund für die gegenwärtige Situation sieht sie in der schlechten Bezahlung der Pflegekräfte.

Häuser werben sich Pflegekräfte ab

Laut Tarifvertrag würden die am vor mehr als zehn Jahren privatisierten Klinikum deutlich schlechter bezahlt als an Kliniken, für die der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst gilt. Die Folge: „Die Häuser werben sich gegenseitig die Pflegekräfte ab.“

UKGM und Verdi haben vor wenigen Monaten einen Gesundheits-Tarifvertrag abgeschlossen, der die Belastung der Pflegekräfte begrenzen soll. „Man hat nicht das Gefühl, dass er etwas gebracht hat“, sagt Hallenberger.

Steibli verweist darauf, dass das UKGM für Marburg in Form von zwei flexibel einsetzbaren Teams geschaffen habe, einmal für die Normalpflege und einmal für den Intensiv- und IMC-Bereich. „Diese hochausgebildeten Pflegefachkräfte unterstützen die Stationen qualifiziert.“

        
von Till Conrad

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