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Marburg Partnerstädte arbeiten an gemeinsamen Projekten
Marburg Partnerstädte arbeiten an gemeinsamen Projekten
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15:49 28.07.2021
Maribor ist nach Poitiers (1961) die zweite Partnerstadt Marburgs.
Maribor ist nach Poitiers (1961) die zweite Partnerstadt Marburgs. Quelle: Marko PIGAC/MP PRODUKCIJA/PIGAC.SI
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Marburg

Sechs Partnerstädte, verteilt in Europa und Afrika, hat die Universitätsstadt Marburg, zu allen besteht enger Kontakt: Eisenach in Thüringen, Maribor in Slowenien, Northampton in England, Poitiers in Frankreich, Sfax in Tunesien und Sibiu/Hermannstadt in Rumänien.

Das Prinzip der Partnerstädte besteht darin, zwischen den Menschen und den Vereinen und Institutionen in den beiden Städten viele neue Beziehungen sowie bestehende weiterzuentwickeln und zu pflegen. Partnerschaften beruhten auf der Idee, dass zwischen Menschen, die sich kennen, auch Frieden herrscht, erklärte Oberbürgermeister Spies bereits 2018 zum 25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Marburg und Northampton. Im Gespräch mit der OP spricht er über die besonderen Verbindungen zu den Partnerstädten

Sind Ihnen die sechs Städtepartnerschaften ausreichend mit Leben gefüllt?

Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies: Städtepartnerschaften leben vom gegenseitigen Austausch, von gegenseitigen Besuchen der Marburger Bürgerinnen und Bürger und der Bürgerinnen und Bürger in unseren Partnerstädten. Die Corona-Pandemie hat es uns und vor allem den städtepartnerschaftlichen Vereinen dementsprechend schwer gemacht, die Partnerschaften mit Leben zu erfüllen. Dennoch bin ich sehr froh über die Kreativität und Innovation in unserer Stadt, wegen der wir dennoch an gemeinsamen Projekten arbeiten konnten. Dazu gehören beispielsweise die Kooperation mit Sfax und Poitiers des Marburger KiJuPas „Ensemble pour le climat“, welche gleichzeitig die städtepartnerschaftlichen Jubiläen feiert und etwas für den Klimaschutz tut, sowie die Arbeit mit Poitiers und Sibiu im Rahmen von „Marburg gegen Partnergewalt.“

Was könnte mit welchen der sechs Städte mehr getan werden?

Wir hoffen, dass wir bald wieder mehr gegenseitige Besuche ins Leben rufen können, und dass wir unsere Partnerstädte auch in unser Jubiläumsjahr Marburg800 einbetten können. Wir hoffen auch, dass wir in angemessenem Rahmen noch die Partnerschafts-Jubiläen mit Sfax und Poitiers nachfeiern können.

Zeichnet sich am Horizont eine weitere Städtepartnerschaft ab?

Es gibt regelmäßige Anfragen und Vorschläge für neue Partnerstädte. Für uns ist allerdings klar: Städtepartnerschaften wollen mit Leben erfüllt werden, und funktionieren am besten, wenn es zivilgesellschaftliche Verbindungen zwischen den Partnerstädten gibt. Deswegen überprüfen wir Anfragen stets auf die Umsetzbarkeit einer gelungenen Partnerschaft.

Mit welcher Partnerstadt unterhalten Sie eine persönliche Verbindung und warum?

Die Städte Sibiu und Northampton fallen in mein Dezernat, weswegen hier langjährige Kontakte bestehen. Doch auch zu den anderen Partnerstädten bestehen gute Verbindungen. Wir haben zu jeder Partnerstadt ganz unterschiedliche Beziehungen, die von ganz anderen gesellschaftlichen Gruppen geprägt werden, auch dafür bin ich sehr dankbar.

Von Gianfranco Fain und Silke Pfeifer-Sternke

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