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Marburg Parteien: Die Grünen wachsen am stärksten
Marburg Parteien: Die Grünen wachsen am stärksten
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17:56 17.01.2020
Annalena Baerbock und Robert Habeck, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, unterhalten vor einer Sitzung des Bundesvorstands. Foto: Kay Nietfeld/dpa
Annalena Baerbock und Robert Habeck, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, unterhalten vor einer Sitzung des Bundesvorstands. Quelle: Foto: Kay Nietfeld/dpa
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Marburg

Seitdem Annalena Baerbock und Robert Habeck Anfang 2018 an die Grünen-Spitze gerückt sind, erhöhte sich die Mitgliederzahl von rund 65.000 auf aktuell rund 95.000.

Bei der SPD ging es dagegen abwärts: Ende Dezember 2019 hatten die Sozialdemokraten einer Sprecherin zufolge etwas mehr als 419.300 Mitglieder. Verglichen mit der Vorjahreszahl (rund 437.750) waren das etwa 18.500 Mitglieder weniger. Einbußen gab es ebenso bei der CDU. Sie verlor rund 9.200 Mitglieder. Insgesamt gibt es nach aktuellen Angaben etwas weniger als 407.350 Christdemokraten (Stand Ende November 2019). Ein Jahr zuvor hatte die Partei zum gleichen Zeitpunkt knapp über 416.550 Mitglieder.

Auch bei der Linken zeichnet sich ein Mitgliederrückgang ab. Den aktuellsten Daten der Partei von Ende September 2019 zufolge waren bundesweit 61.055 Menschen Mitglied. Gemessen am Gesamtjahr 2018 (62.000) sind das knapp 1.000 weniger.

Sterbefälle lassen Mitgliederzahlen sinken

Den Grund dafür sehen CDU und Linke im hohen Altersdurchschnitt ihrer Mitglieder. Neueintritte könnten etwa Sterbe­fälle nicht kompensieren, betonen mehrere Landesverbände beider Parteien.

Die übrigen im Bundestag vertretenen Parteien konnten neue Anhänger gewinnen. Für die CSU standen Anfang Dezember 2019 rund 140.880 Mitglieder zu Buche. Im Vorjahr 2018 waren es 139.100 und damit etwa 1.780 weniger. Die FDP hatte Ende Dezember 2019 rund 65.500 Mitglieder. Ein Jahr zuvor hatten die Liberalen noch rund 63.900 gemeldet. Ebenso wuchs die AfD um 1.600 Mitglieder. Am Neujahrstag dieses Jahres verzeichnete sie damit etwas über 35.100 Anhänger. Genau ein Jahr zuvor waren es noch knapp über 33.500.

Bundestrend spiegelt sich auch im Kreis wider

Der Bundestrend zeichnet sich auch weitestgehend im Landkreis ab. Die Zahl der CDU-Mitglieder liegt bei knapp unter 1.600, sagte Kreisgeschäftsführer Mark Koppelmann auf OP-Anfrage. Damit sei die Zahl im Vergleich zum Vorjahr „minimal“ gesunken. „Politische Austritte gibt es eigentlich gar nicht“, sagt Koppelmann.

Auch die Zahl der SPD-Mitglieder ist leicht gesunken: Von 2.198 Mitgliedern am 1. Januar 2019 auf 2.124 am Jahresende. „Recht stabil“, kommentiert der Unterbezirksvorsitzende Sören Bartol. Laut dem Bundestagsabgeordneten seien 2019 mehr als 100 Menschen neu in die Kreis-SPD eingetreten.

Die FDP liegt derzeit wie im Vorjahr bei 159 Mitgliedern. Die Linke wuchs minimal von 268 auf 271 Mitglieder. Den größten Zuwachs verzeichnen auch im Kreis die Grünen und die AfD. Die genaue Mitgliederzahl wolle der Kreisverband der AfD nicht nennen, sagte der ­Vorsitzende Julian Schmidt. Seine ­Partei habe aber einen Zuwachs von rund 13 Prozent verzeichnet. Die Mitgliederzahl liege im dreistelligen Bereich. Die Kreis-Grünen freuen sich aktuell über 375 Mitglieder – vor zwei Jahren waren es noch 89 weniger.

von Tobias Kunz und unserer Agentur