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Marburg Parkraum: Weniger, kürzer, teurer
Marburg Parkraum: Weniger, kürzer, teurer
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18:46 15.02.2012
Das Areal zwischen Hörsaalgebäude, Deutschhausstraße und Pilgrimstein wird das Herzstück des neuen Campus Firmanei.
Das Areal zwischen Hörsaalgebäude, Deutschhausstraße und Pilgrimstein wird das Herzstück des neuen Campus Firmanei. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg. Das „Jahrzehnt- wenn nicht Jahrhunderprojekt“ (Bürgermeister Dr. Franz Kahle am Dienstagabend im Umweltausschuss) nimmt langsam konkrete Formen an:  Der Umweltausschuss schlug der Stadtverordnetenversammlung einstimmig vor, den Bebauungsplan für den Bereich „Zentralbibliothek“ offenzulegen und den Bebauungsplan für den Bereich „Deutscher Sprachatlas“ auf dem alten Brauereigelände als dem zweiten wesentlichen Baustein der Campusplanungen aufzustellen. Die Stadtverordnetenversammlung wird dem Vorschlag nach Lage der Dinge auf ihrer Sitzung Ende des Monats folgen.

Die wichtigste Fragestellung für die Stadtentwicklung ist in diesem Zusammenhang: Wie verkraftet die Innenstadt das Mehr an Menschen, die sich tagtäglich zwischen Pilgrimstein und Biegenstraße, zwischen Deutschhausstraße und Hörsaalgebäude aufhalten werden. „Wir wollen kein Universitäts-Standort mit einem permanent drohenden Verkehrsinfarkt in der  Innenstadt werden“, umriss Kahle die Aufgabenstellung für die Politik.

Das von der Stadt beauftragte Planungsbüro geht in einer am Dienstag vorgestellten Studie von einem zusätzlichen Bedarf von gut 500 Stellplätzen in der Innenstadt aus – zudem fallen auf dem Brauereigelände und am Lahnufer in Höhe der Lahnstraße weitere 200 Stellplätze weg. „Ohne die Errichtung von Parkpaletten im Gebiet der Wilhelm-Röpke-Straße ist dies nicht zu lösen“, sagte am Dienstag Philipp Leu von dem beauftragten Planungsbüro im Umwelt- und Verkehrsausschuss.

Der Kerngedanke des Planungsbüros: Studenten und Mitarbeiter sollen ihre Pkw möglichst am Rande der Innenstadt abstellen – neben dem Gelände an der Wilhelm-Röpke-Straße auch auf dem Schlachthof-Parkplatz und dann zu Fuß oder per Park+Ride-Verkehr in die Innenstadt kommen. Gestützt wird diese Strategie von einer Mobilitätsstudie des Fachbereichs Geografie, die zumindest den Studenten bescheinigt, viele Wege in der Innenstadt ohnehin schon zu Fuß oder mit dem Rad zu erledigen.

von Till Conrad

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