Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Marburg Parkplatz-Ausbau stößt auf Zustimmung
Marburg Parkplatz-Ausbau stößt auf Zustimmung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:27 08.11.2017
In den Firmen auf dem ehemaligen Behringwerke-Areal arbeiten mittlerweile mehr als 5 000 Menschen. Quelle: Archiv
Anzeige
Marburg

Der Verkehrsausschuss der Stadt stimmte dem Vorhaben von Pharmaserv zu, die Kapazität um 600 auf 3 000 Autoabstellplätze für Mitarbeiter anzuheben. Nach dem Willen von Kommunalpolitikern sollen die Behring-Nachfolgefirmen allerdings die Einführung eines Jobtickets vorantreiben. Ziel: Den weiter zunehmenden Pendlerverkehr einzudämmen, Morgens- und Nachmittagsstaus in der Ketzerbach nicht länger werden zu lassen.

„Neben der Zahl der Berufspendler nimmt auch der Schwerlastverkehr immer weiter zu“, sagt Henning Köster, Linken-Stadtverordneter. Die ohnehin von den Staus betroffenen Anwohner speziell in der Ketzerbach und Marbacher Weg würden angesichts des Standortausbaus „stärker und stärker belastet“, während die Attraktivität der Autoanreise für Behring-Angestellte über den geplanten Parkflächenausbau weiter gesteigert werde. „Es ist höchste Zeit, die Belastungen für die Menschen, die an der Pendlerstrecke leben, zu minimieren“, sagt auch Hans-Werner Seitz, Grünen-Stadtverordneter.

Anzeige

Pharmafirmen prüfen Mobilitätsmodelle

Dabei müsste der Magistrat laut Grünen und Linken die Firmen vielmehr in die Pflicht nehmen, nach Jahren des Stillstands die Einführung eines Mitarbeiter-Jobtickets für die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs zu forcieren und dafür Geld auszugeben.

Laut Bürgermeister Wieland Stötzel (CDU) befinde sich die Stadtverwaltung mit den Pharmafirmen, deren Expansion man nicht erschweren solle, in „intensiven Gesprächen zu den Verkehrsströmen“ speziell zwischen der Marbach und der Nordstadt. Ein Jobticket werde seitens der Standortfirmen geprüft, für Fahrgemeinschaften geworben und auch Möglichkeiten zur Verstärkung des Radverkehrs zum Standort werden demnach untersucht.

von Björn Wisker