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Marburg Ortsbeirat Campusviertel fordert mehr Kontrollen
Marburg Ortsbeirat Campusviertel fordert mehr Kontrollen
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17:00 17.03.2018
Nach dem Wunsch des Ortsbeirates Campus sollen auch an der Lahnterrasse an der Mensa vor allem abends und nachts mehr ­Ordnungshüter als bisher unterwegs sein. Eine Videoüberwachung lehnte das Gremium jedoch ab. Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Die Ortsbeirätin ­Ulrike Ristau hatte beantragt, dass die Stadt Marburg an Orten in der Innenstadt, wo sich kriminelle Übergriffe häufen, eine Videoüberwachung installieren möge. Die Ortsbeiratsvorsitzende Dr. Sabine Schock hatte die entsprechende Statistik im Vorfeld der Sitzung ausgewertet und präsentierte diese dem Gremium. Allerdings interpretierte sie den klar sichtbaren Anstieg der ­unterschiedlichen Straftaten dahingehend, dass in den vergangenen Jahren vermehrt kontrolliert werde und deswegen auch mehr Straftaten aufgedeckt würden.

Der deutliche Anstieg der ­Delikte sei es gewesen, der sie zur Antragstellung überhaupt erst angeregt habe, versicherte­ Ristau. Auch die Reduzierung­ der angedachten Überwach­ungsplätze auf nur noch den Bahnhofsvorplatz einschließlich der Lahnbrücke sowie die Lahnterrasse stimmte die Gegner nicht um. „Es geht um Prävention, nicht darum, die Straftaten später aufzuklären“, erläuterte Ristau­ und berichtete von positiven Beispielen in anderen Städten.­ Selbst der Hinweis, dass die ­Installation einer Videoüberwachung durchaus gesetzeskonform sei, wurde nur beiläufig zur Kenntnis genommen. Letztlich stimmten fünf Ortsbeiratsmitglieder gegen und nur drei für die Vorlage.

Ortsbeirat befürwortet Stellen für vier neue Streifen zu schaffen

Anders der Verlauf der Aussprache über den zweiten Antrag. Im Wortlaut heißt es: „Die Stadt möge vier neue Stellen im Bereich des Fachdienstes Ordnungsamt schaffen, die die neuralgischen Stellen in der Innenstadt auch in den Abend- und Nachtzeiten bestreifen.“
In der Begründung wird darauf hingewiesen, dass mit der vermehrten Präsenz von Polizei- und Ordnungskräften das Sicherheitsempfinden der Bürger verbessert werden soll. Es wurde nachgefragt, warum ausgerechnet vier neue Stellen zu schaffen seien. Außerdem versicherten einzelne Sitzungsteilnehmer, dass sie sich in Marburg zu jeder Tages- und Nachtzeit sicher fühlten und somit die neuen Stellen gar nicht nötig seien.

Mit sechs Ja- zu zwei Nein-Stimmen wurde dieser Antrag befürwortet. Mit dem Vorschlag der Beauftragung eines privaten Sicherheitsdienstes mochte sich allerdings keiner anfreunden.

von Heinz-Dieter Henkel