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Marburg Ordnungspolizei mit Segways auf Streife
Marburg Ordnungspolizei mit Segways auf Streife
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17:01 17.07.2018
Ordnungspolizist Jörg Muth ist mit einem Segway in der Marburger Oberstadt unterwegs. Das Fortbewegungsmittel hat eine Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern.  Quelle: Tobias Hirsch
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Marburg

Zunächst probeweise war ein Mitarbeiter der Ordnungspolizei zwei Tage lang mit einem Segway in Marburgs Oberstadt im Einsatz. Nun soll ein solches Fortbewegungsmittel dauerhaft zum Einsatz kommen – eine Reihe von Vorteilen des Segways haben die Stadtverwaltung überzeugt.

„Der Einsatz von Segways ist vor allem in der Oberstadt mit ihren Steigungen sehr praktisch. Es ist ein gutes Hilfsmittel für unsere Ordnungspolizei, die so im Einsatzfall wesentlich schneller vor Ort sein kann“, sagt Bürgermeister Wieland Stötzel. „Die kleine Testphase hat problemlos funktioniert und deswegen wollen wir die Idee nun auch umsetzen.“

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Besser erkennbar und zusätzliche Ausstattung

Segways bieten der Ordnungspolizei viele Vorteile im täglichen Arbeitsablauf. Mit dem Segway können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ordnungspolizei deutlich schneller und in einem größeren Radius unterwegs sein als sie es zu Fuß sind.

Segway-Fakten

Ein Segway ist ein Transportmittel für eine Person. Es wird elektronisch betrieben. Eine Person steht bei dem Segway zwischen zwei Rädern, die auf einer Achse liegen und hält sich an einer Lenkstange fest. Durch Verlagerung des Körpers wird das Gerät beschleunigt und abgebremst.

Das Fortbewegungsmittel erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern und hat eine Reichweite von 38 Kilometern. Es wiegt 47,7 Kilogramm.

Bis zu vier Mal längere Einsatzstrecken kann die Ordnungspolizei mit dem Segway zurücklegen. Die Vorteile liegen jedoch nicht nur in der deutlich höheren Effizienz – durch das Segway sind die Ordnungspolizistinnen und -polizisten auch besser als Ansprechpartner/innen für Bürger/innen erkennbar.

Umgekehrt hat die Ordnungspolizei durch ihre erhöhte Position eine gute Übersicht und kann zudem zusätzliche Ausstattung mitführen, etwa für Erste Hilfe. Darüber hinaus werden die Segwaya rein elektrisch und umweltfreundlich betrieben.

Deutliche Erleichterung im Arbeitsalltag

„Während der Testphase bin ich schon deutlich öfter von Menschen angesprochen worden“, erklärte Jörg Muth von der Oberstadtwache. „Das Segway ist insgesamt einfach praktisch und bringt eine deutliche Erleichterung im Arbeitsalltag.“

„Die Stadt Marburg wird zunächst ein Segway im Oberstadt-Bereich einsetzen“, erklärte Regina Lang, Fachbereichsleiterin Öffentliche Sicherheit, Ordnung und Brandschutz. Ein Einsatz in weiteren Stadtgebieten wird nach einer längerfristigen Erprobung im Alltag der Ordnungspolizei ebenfalls geprüft. „Wo es sich anbietet, können wir uns auch einen Einsatz außerhalb der Oberstadt vorstellen“, so Stötzel.