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Marburg Trubel am Marktplatz, Ruhe am Kirchhof
Marburg Trubel am Marktplatz, Ruhe am Kirchhof
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13:55 27.07.2020
Am vergangenen Samstag herrschte in der Marburger Oberstadt am Marktplatz reges Treiben. Es war mehr los als am Lutherischen Kirchhof, wohin der Oberstadt-Markt zwischenzeitlich verlegt wurde. Quelle: Manfred Hitzeroth
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Marburg

Eine kleine Tafel am Marktplatz wies zwar auf den coronabedingt neu gefundenen Ort für den Oberstadt-Markt: den Lutherischen Kirchhof. Doch zur offiziellen Premiere dieses Angebots am vergangenen Samstag zeigte sich, dass der Marktplatz für viele Touristen und Marburger weitaus attraktiver war.

Mindestabstand? Kaum möglich!

Auf dem Platz vor dem historischen Rathaus wie auch in der Fußgängerzone drängten sich die Menschen und saßen an den gut ausgelasteten Freiluft-Plätzen der Markt-Restaurants. Die Einhaltung des Mindestabstands war für die Passanten dabei eigentlich so gut wie gar nicht möglich.

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Das Kontrastprogramm zum Gewusel am sonnenüberfluteten Markt bot sich gegen ein Uhr mittags zur selben Zeit auf dem Platz vor der Lutherischen Pfarrkirche. Auf dem durch Bäume beschatteten Platz waren fünf Stände aufgebaut, an denen Wein, vietnamesische Spezialitäten, Wurst und Marmelade verkauft wurde. Ausdrücklich wurde auf Hinweisschildern auf Corona-Regeln hingewiesen. Im Gegensatz zum Marktplatz war es hier aber leichter, den Mindestabstand zu halten. Denn die Kundenfrequenz war überschaubar. Wer aber trotzdem zum Kirchhof hingefunden hatte, konnte abseits des Trubels die erworbenen Spezialitäten ganz gemütlich auf den Sitzmöglichkeiten am Rande des Kirchhofs genießen und eine Runde Ruhe tanken. Zudem bot der Ort einen wunderbaren Blick auf das Marburg-Panorama von fast ganz oben.

Am Samstagmittag findet seit vergangenem Jahr eigentlich am Marburger Marktplatz regelmäßig der veränderte Oberstadt-Markt statt – eine Veranstaltung, die seitdem durchaus ihre Fans gewonnen hat. Das Konzept sieht anstelle des vorher üblichen Marktes für Lebensmittel aller Art einige spezielle Stände vor, die weitgehend zum kulinarischen Genießen direkt vor Ort einladen, an denen aber auch Spezialitäten angeboten werden. Corona hatte den Organisatoren des Oberstadt-Markts aber einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass das Markttreiben jetzt bereits schon mehrere Wochen nicht stattfand.

Von Manfred Hitzeroth

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