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Marburg Teilnehmer geben Einblicke und Ausblicke
Marburg Teilnehmer geben Einblicke und Ausblicke
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09:00 29.08.2020
Schüler betreten hinter einem Plakat mit der Aufschrift „Maskenpflicht“ am ersten Tag nach den Sommerferien ihre Schule. +++ Quelle: Kay Nietfeld/dpa
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Marburg

Erst die Schließung aller Schulen, dann Unterricht in Kleingruppen einmal pro Woche, nun Maskenpflicht auf dem Schulgelände, teilweise sogar im Unterricht: Corona stellt Eltern, Lehrer und Schüler vor große Herausforderungen. Das ist Thema im OP-Talk am nächsten Donnerstag (3. September).

„Schule und Corona: Die große Herausforderung“ unter diesem Titel steht der Talk im Livestream auf unserem Facebook-Kanal und unserer Website. Ab 19.30 Uhr berichten die vier Teilnehmer über ihre Erfahrungen in den heimischen Schulen in den ersten drei Wochen nach den Sommerferien, beantworten Fragen von Lesern und Nutzern der Social-Media-Kanäle der OP und schildern, wie sie die Situation für die Zukunft – auch vor dem Hintergrund der anstehenden Erkältungszeit – einschätzen.

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Im OP-Talk dabei sind Burkhard Schuldt, Leiter des Schulamts Marburg-Biedenkopf, Hille Kopp-Ruthner vom Leitungsteam des Kreisverbands der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und außerdem Personalratsvorsitzende des Gesamtpersonalrats der Lehrerinnen und Lehrer Marburg-Biedenkopf, Monika Kruse, Vorsitzende des Kreiselternbeirats Marburg-Biedenkopf und Kreisschulsprecher Karl-Tizian Rückert.

Hille Kopp-Ruthner gehört zum Leitungsteam des Kreisverbands der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Außerdem ist sie Personalratsvorsitzende des Gesamtpersonalrats der Lehrerinnen und Lehrer Marburg-Biedenkopf Quelle: Privat

Nach dem OP-Talk zur „Night of Light“ und dem Experten-Talk zur Frage „Corona – Schaffen wir das?“ ist die Veranstaltung in der nächsten Woche die dritte in der von Oberhessischer Presse, mr//media und flashlight Veranstaltungstechnik organisierten Reihe. „Die vergangenen Wochen und Monate haben uns alle vor große Herausforderungen gestellt. Herausforderungen, die es gilt zu meistern. Das Thema Schule in Zeiten einer Pandemie stellt Lehrer, Eltern und Schüler immer wieder vor Fragen“, sagt Ileri Meier, Geschäftsführerin von HITZEROTH Druck + Medien GmbH & Co. KG und ergänzt: „Wir wollen möglichst vieler dieser Fragen in unserer Talkrunde im Livestream von unseren vier Gästen beantworten lassen.“

Zuschauer können live ihre Fragen stellen

Die Zuschauer des Live-Talks haben die Möglichkeit, sich aktiv an der Runde, die von OP-Redakteurin Ina Tannert moderiert wird, zu beteiligen. Über die Social-Media-Kanäle eingehende Fragen und Reaktionen werden von OP-Redakteur Tobias Kunz direkt an die Teilnehmer weitergegeben.

Monika Kruse ist Vorsitzende des Kreiselternbeirats Marburg-Biedenkopf. Quelle: Privat

„Die Schulen sind alle gut vorbereitet. Es ist auch mit Blick auf die aktuellen Infektionszahlen im Landkreis Marburg-Biedenkopf durchaus zu verantworten und richtig, mit einem kompletten Schulbetrieb zu beginnen. Das Hygienekonzept, Vernunft, Einsicht und gegenseitige Rücksichtnahme können nur positiv dazu beitragen, dass der Start gelingt“, hatte Schulamtsleiter Burkhard Schuldt im Vorfeld des Schulstarts gegenüber der OP erklärt.

Mittlerweile ist die erste Schulklasse – eine dritte Klasse der Sophie-von-Brabant-Schule in Marburg – in Quarantäne. Das Gesundheitsamt lässt alle 23 Schüler testen. Weitere Fälle an der Schule sind nicht bekannt.

Im Spannungsfeld zwischen dem Recht auf Bildung und der staatlichen Fürsorge für Kinder und Jugendliche und deren Familien einerseits und dem Schutz vor einer Verbreitung des Coronavirus andererseits wurde laut Kultusministerium mit den Schulschließungen im März dem Infektionsschutz Vorrang gegeben. Damit es nicht wieder zu Schulschließungen kommt, hat das Hessische Kultusministerium einen Hygieneplan für die Schulen entwickelt. Dieser regelt etwa, dass Personen mit Covid-19-Symptomen, schulische Einrichtungen nicht betreten dürfen, dass es auf dem Schulgelände eine Maskenpflicht gibt und dass der Mindestabstand im Klassenverband nicht eingehalten werden muss.

Karl-Tizian Rückert ist Kreisschulsprecher Quelle: Privat

Doch wie läuft der Unterricht unter diesen Bedingungen eigentlich ab? Halten sich Schüler und Lehrer an die Vorgaben? Von ihren Erfahrungen aus den ersten drei Schulwochen im Regelbetrieb berichten während des OP-Talks Karl-Tizian Rückert als Schüler und Lehrerin Hille Kopp-Ruthner. Wie die Eltern diese Zeit erleben, kann die Vorsitzende des Kreiselternbeirates Monika Kruse schildern, während Schulamtsleiter Burkhard Schuldt die organisatorischen Hintergründe kennt.

Wer Fragen rund um das Thema „Schule und Corona“ hat, kann diese live während des Streams stellen oder sie per E-Mail an online@op-marburg.de bereits im Vorfeld der Veranstaltung senden.

Der OP-Talk „Schule und Corona: Die große Herausforderung“ ist am Donnerstag, 3. September, ab 19.30 Uhr im Livestream auf unserem Facebook-Kanal zu sehen und unter www.op-marburg.de/live

Umgang mit Krankheitssymptomen bei Kindern

Wie auch schon vor der Corona-Pandemie gilt, dass Kinder, die eindeutig krank sind, nicht in die Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle oder Schule gebracht werden. Die Einschätzung, ob ein Kind krank ist, treffen auch weiterhin grundsätzlich die Eltern.

Tritt bei Kindern oder Jugendlichen eines der für Covid-19 typischen Symptome auf, gilt ein Ausschluss von der Teilnahme und ein Betretungsverbot für Schulen und andere Betreuungseinrichtungen. Zu den Symptomen zählen Fieber (ab 38 Grad), trockener Husten, Störung des Geschmacks- und Geruchssinns. Alle Symptome müssen akut auftreten, Symptome einer bekannten chronischen Erkrankung sind nicht relevant.

Schnupfen ohne weitere Krankheitszeichen ist ausdrücklich kein Ausschlussgrund. Wird kein Kontakt zu einem/r Arzt/Ärztin aufgenommen, muss das Kind mindestens einen Tag fieberfrei und wieder in gutem Allgemeinzustand sein, bevor es wieder in die Betreuung oder Schule darf.

Nehmen die Eltern ärztliche Beratung in Anspruch, entscheidet der behandelnde Arzt, ob ein Test zum Coronavirus-Nachweis nötig ist. Wird kein Test gemacht, gelten die oben genannten Voraussetzungen (mindestens ein Tag fieberfrei und wieder in gutem Allgemeinzustand) für die Wiederzulassung beziehungsweise die Vorgaben des Arztes. Wird ein Test durchgeführt, bleiben die Kinder oder Jugendlichen bis zur Mitteilung des Ergebnisses zu Hause.

Ist das Testergebnis positiv, gilt: Das Kind oder der Jugendliche muss mindestens 48 Stunden symptomfrei sein und darf frühestens zehn Tage nach Symptombeginn die Kindertageseinrichtung oder Schule wieder besuchen. Generell gilt: Zur Wiederzulassung des Besuchs einer Einrichtung oder der Kindertagespflege sind kein negativer Virusnachweis und auch kein ärztliches Attest notwendig.

Von Katharina Kaufmann-Hirsch