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Marburg Neuroradiologe André Kemmling ist neuer Klinikdirektor
Marburg Neuroradiologe André Kemmling ist neuer Klinikdirektor
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13:52 27.10.2021
Prof. Dr. Christopher Nimsky, Direktor der Klinik für Neurochirurgie (von links), Prof. Dr. Rita Engenhart-Cabillic, Ärztliche Direktorin des UKGM Marburg, Prof. Dr. André Kemmling, Direktor der Klinik für Neuroradiologie, Dr. Susanne Kemmling, Assistenzärztin in der Klinik für Neuroradiologie, Prof. Dr. Lars Timmermann, Direktor der Klinik für Neurologie, und Dr. Sylvia Heinis, Kaufmännische Geschäftsführerin am UKGM Marburg.
Prof. Dr. Christopher Nimsky, Direktor der Klinik für Neurochirurgie (von links), Prof. Dr. Rita Engenhart-Cabillic, Ärztliche Direktorin des UKGM Marburg, Prof. Dr. André Kemmling, Direktor der Klinik für Neuroradiologie, Dr. Susanne Kemmling, Assistenzärztin in der Klinik für Neuroradiologie, Prof. Dr. Lars Timmermann, Direktor der Klinik für Neurologie, und Dr. Sylvia Heinis, Kaufmännische Geschäftsführerin am UKGM Marburg. Quelle: Tobias Hirsch
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Marburg

Die Klinik für Neuroradiologie am Universitätsklinikum Marburg hat einen neuen Direktor: Dr. André Kemmling ist der neue Chef in der Neuroradiologie. Er löst den langjährigen Direktor Dr. Siegfried Bien ab, der Ende März in den Ruhestand gegangen war.

Kemmling war zuvor Chefarzt der Klinik für Neuroradiologie in Kaiserslautern. Erst am Montag zog der 44-Jährige mit seiner Familie nach Marburg. „Wir sind jedoch schon seit vier Monaten hier und haben in Bauerbach gewohnt“, berichtet der gebürtige Münsteraner während eines Pressegesprächs am Dienstagvormittag in der Kopfklinik des UKGM. Und genau dort fühlt er sich schon richtig zu Hause. Neuroradiologen sind nämlich, vereinfacht gesagt, für all das zuständig, was vom Herz aufwärts zum Hirn hin führt – also Kopf, Hals und Wirbelsäule.

Kemmlings medizinische Schwerpunkte sind die Notfall-Neuroradiologie, sprich die Behandlung von Schlaganfällen und Aneurysmablutungen, die Quantifizierung und Digitalisierung in der Neuroradiologie und Behandlungsmethoden mittels patientenspezifischen 3D-Modellen der Hirnarterien.

Künftiges Neurozentrum in Marburg?

„Ich bin froh, dass es hier geklappt hat. Marburg hat eine sehr attraktive Klinik und Fakultät“, sagt Kemmling und lobt die kurzen Wege und unkomplizierte Kommunikation mit den Kollegen in der Neurologie und der Neurochirurgie. Mit diesen beiden Kliniken, die ebenfalls in der Kopfklinik untergebracht sind, fühlt er sich und seine Klinik sehr eng verbunden. Er hat sich nämlich zum Ziel gesetzt, ein überregionales und fächerübergreifendes Neurozentrum in Marburg zu schaffen, in dem die drei Kliniken interdisziplinär zusammenarbeiten. „So können wir gemeinsam die geeignetste Therapiemethode auswählen, um die Patienten optimal zu behandeln“, sagt auch Dr. Lars Timmermann, Direktor der Klinik für Neurologie.

Kemmling ist nicht alleine nach Marburg gekommen. Neben seiner Ehefrau und den beiden drei und ein Jahre alten Kindern hat er auch gleich sein Team mitgebracht. „Dass jemand seine Mitarbeiter, kompetente Fachärzte, mitbringt, spricht für den Chef“, würdigt Dr. Sylvia Heinis, Kaufmännische Geschäftsführerin des Marburger Universitätsklinikums. Kemmlings Ehefrau gehört übrigens auch zum Team. „Viele Menschen denken, es wäre kompliziert, wenn man als Paar auch zusammenarbeitet. In Wahrheit macht es aber vieles einfacher“, sagt Assistenzärztin Dr. Susanne Kemmling. Man verstehe die Probleme und Zusammenhänge und wisse, worüber der Partner spricht.

André Kemmling hatte in seiner beruflichen Laufbahn schon viele Stationen: Vor seinem Chefarztposten in Kaiserslautern war er Leitender Oberarzt in Münster und davor Oberarzt in Lübeck. Auch Hamburg, Mannheim und Massachusetts (USA) waren schon seine beruflichen Heimaten. In Marburg plant er allerdings länger zu bleiben: „Wir haben hier ein Gebäude aus dem Jahre 1357 bezogen. Das zeugt von Beständigkeit“, sagt Kemmling.

Von Tobias Hirsch

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