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Marburg Nein zur Privatisierung der Heimstätte
Marburg Nein zur Privatisierung der Heimstätte
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19:16 22.02.2012
Die Wohnungen in der Chemnitzer Straße gehören der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte Wohnstadt.
Die Wohnungen in der Chemnitzer Straße gehören der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte Wohnstadt. Quelle: Thomas Breme
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Marburg. Dies fordern die Fraktionen Marburger Linke, SPD, Grüne und MBL mit einem entsprechenden Antrag.

Im Marburger Raum unterhält die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte Wohnstadt rund 4.000 Wohnungen, erläuterte Jan Schalauske von der Marburger Linke, die den Antrag in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstag eingebracht hatte. Bei einem Verkauf an private Unternehmen, so wie es die Landesregierung plane, seien schwerwiegende Nachteile für die Mieter zu befürchten.

„Es gibt keine konkreten Pläne der Landesregierung für einen Verkauf“, entgegnete Wieland Stötzel (CDU). Er habe sich in Vorbereitung auf die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses erkundigt. Abgesehen davon sei es keine Kernaufgabe der öffentlichen Hand, Wohnungen zu vermieten. Und nur weil die Linke das Schreckgespenst der Privatisierung sehe, müsse sich die Landesregierung kein Denkverbot erteilen lassen, so Stötzel weiter.

Wohnen sei ein Grundrecht, sagte Erika Lotz-Halilovic (SPD). Bezahlbare Wohnungen müssten vorhanden sein und entsprechend erhalten werden. Wohnungen der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (Gewobau) seien in einem guten Zustand, so Lotz-Halilovic. Bei privaten Investoren dagegen seien Wohnungen oft in einem beklagenswerten Zustand.

Unter www.nassauische-muss-bleiben.de kann online gegen den Verkauf unterschrieben werden.

von Heike Horst

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