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Marburg DVAG erzielt Rekordgewinn
Marburg DVAG erzielt Rekordgewinn
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00:18 30.03.2019
Blick auf das Gebäude der DVAG-Holding in der Marburger Nordstadt. Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Demnach stieg der Konzernumsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 16,4 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro. Der Konzernjahresüberschuss ist ebenfalls gestiegen – um 3,1 Prozent auf 202 Millionen Euro. Dies sei der höchste Überschuss aller Zeiten. Zudem habe auch der Gesamtbestand der betreuten Verträge um 6 Prozent auf 205,3 Milliarden Euro Gesamtvolumen zugelegt.

Die ersten Monate seien bereits „äußerst wachstumsstark“ gewesen, teilte der in Familienhand befindliche Finanzvertrieb gestern mit. „Wir haben 2018 intensiv in unsere Vertriebsstruktur und -stärke investiert und damit die DVAG in eine herausragende Marktposition gebracht“, bilanzierte der Vorstandsvorsitzende Andreas Pohl.

Maßgeblich zum Ergebnis beigetragen hätte die bestehende Betriebsorganisation der DVAG – mit einem Umsatzwachstum von 3,2 Prozent. Einen weiteren Schub bekam die Bilanz des ­Finanzdienstleisters durch die Einbindung von 2 700 Vertriebsmitarbeitern der Generali.

Diese hätten „in vielen Geschäftsbereichen Anteil an den Rekordergebnissen des Konzerns“ gehabt, teilt die DVAG mit. ­Andreas Pohl sagte dazu: „Das ­Erfolgsjahr 2018 zeigt, dass wir vieles richtig gemacht und die Herausforderungen des EVG-Übergangs exzellent gemeistert haben.“

Insgesamt würden mittlerweile 17 000 selbstständige hauptberufliche Vermögensberater etwa acht Millionen Kunden betreuen. Die Zahl der Direktionen und Geschäftsstellen sei im gesamten Konzern auf 5 006 ­gewachsen.

Das Versicherungsgeschäft mit den Bereichen Alters- und Hinterbliebenenversorgung, Absicherung der Arbeitskraft, Gesundheit und Pflege sowie Vermögensabsicherung habe sich im Neugeschäft um 7,4 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro Beitragsaufkommen erhöht. Der Versicherungsbestand liege inzwischen bei 8,4 Milliarden Euro, ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent.

Ein weiteres Standbein des Finanzvertriebs, der seit mehr als 40 Jahren im Geschäft ist, sind nach wie vor Lebensversicherungen. Das Neugeschäft in diesem Bereich legte um 14 Prozent zu, der Bestand an Lebensversicherungsverträgen erhöhte sich um 5,2 Prozent auf 153 Milliarden Euro.

Andreas Pohl sieht ein „außergewöhnliches Jahr“

Zuwächse gab es auch im Bauspargeschäft, hier legte der Bestand um 7,0 Prozent auf 23,2 Milliarden Euro zu. Das Neugeschäft beim Bausparen lag bei 2,2 Milliarden Euro – ein Plus im Vergleich zum Vorjahr um 14,7 Prozent. Auch bei der Baufinanzierung stieg das Neugeschäft – um 5,6 Prozent auf 3 Milliarden Euro.

Der Gesamtbestand der betreuten Verträge in den Sparten Lebensversicherung, Bausparen und Investmentanlagen sei laut DVAG unter Berücksichtigung der Beiträge in den sonstigen Versicherungen und der Baudarlehen um 6 Prozent auf nunmehr 205,3 Milliarden Euro Gesamtvolumen gewachsen.

Im Vorjahr hatte der Wert noch bei 193,7 Milliarden Euro gelegen.
Das Geschäft mit Investmentfonds konnte nicht ganz mit der sonstigen Entwicklung Schritt halten: Trotz Rückgängen im Neugeschäft und performancebedingter Wertminderung ­habe es dennoch einen „zufriedenstellenden Zuwachs um 0,7 Prozent im Bestand“ gegeben, so der Konzern. Dies sei vor allem den „turbulenten Zeiten am ­Aktienmarkt am Jahresende“ geschuldet.

Andreas Pohl spricht von 2018 als „außergewöhnliches und erfolgreiches Jahr für die DVAG“. Man habe das vierte Rekordjahr in Folge erreicht. Die sei vor allem dem Engagement der Vermögensberater zu verdanken, denen Pohls ganze Anerkennung gelte.

Er ist überzeugt: „Im harten Wettbewerb machen unsere Vermögensberater durch eine­ enge Kundenbeziehung den entscheidenden Vorteil aus.“

Der Vorstandschef blickt trotz zahlreicher Herausforderungen“ optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr. Erklärtes Ziel des Vorstandsvorsitzenden ist: „Die Chancen, die sich uns 2019 bieten, werden wir ergreifen.

Wir werden hinterfragen und weiterentwickeln, vorantreiben und mitgestalten.“ Man wolle die Angebote und Leistungen für Vermögensberater und Kunden optimieren. „Denn unser großes gemeinsames Ziel ist es, auch weiterhin zu wachsen und noch erfolgreicher zu werden“, so Pohl.

von Andreas Schmidt