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Marburg Ein Musical gegen den Strich
Marburg Ein Musical gegen den Strich
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15:00 29.07.2019
Seit Januar proben die Darsteller für die Premiere von „Fast normal“ in der Waggonhalle. Quelle: Luca Gercke
Marburg

„Sweeney Todd“, „Jesus Christ Superstar“, „Hairspray“ und „Jekyll and Hyde“ – die bisherigen Musical-Inszenierungen in der Waggonhalle – alle unter der musikalischen Leitung von Tom Feldrappe – waren außerordentlich erfolgreich und bestachen durch ihre Professionalität. Immer größer wurden sie im Laufe der Jahre – jetzt stehen deutlich weniger Musiker und Sänger auf der Bühne, um eine intime und berührende Geschichte zu erzählen, die der Komponist Tom Kitt und der Autor Brian Yorkey über fünf Jahre hinweg entwickelt haben: „Fast normal“ erzählt die Geschichte einer Familie, die durch die psychische Erkrankung der manisch-depressiven Mutter aus der Bahn geworfen wird.

„Das ist nicht der klassische Musicalstoff“, sagt Regisseur Jens Daryousch Ravari. Text und Musik setzten die Geschichte aber so brillant um, dass diese keinen kalt lasse. „Es ist kein Feel-good-Musical, sondern ein Feel-everything-Musical.“ Das Rock-Musical feierte 2009 Premiere am New Yorker Broadway, wurde für elf Tony Awards nominiert und gewann drei der begehrten Theater-Preise. 2010 erhielt es den Pulitzer-Preis für Drama, ein Preis, der zuvor nur ein einziges Mal an ein Musical ging.

Das ernste Thema werde zum Teil auch auf komische Weise behandelt, sei außerordentlich berührend und entlasse den Zuschauer am Ende mit einem guten Gefühl und ganz viel Hoffnung, sagt Produktionsleiter Kurosch Abbasi.

„Fast normal“ feiert am Dienstag, 30. Juli, ab 20 Uhr Premiere. Weitere Vorstellungen finden am 1., 2., 3., 4., 8., 9., 10. und 11. August, jeweils ab 20 Uhr, sonntags ab 18 Uhr statt. Die restlichen Vorstellungen folgen im September und Oktober.

  • Karten gibt es unter www.waggonhalle.de, an den bekannten Vorverkaufsstellen, bei Marburg Stadt und Land Tourismus im Erwin-Piscator-Haus und im Rotkehlchen in der Waggonhalle.

von Heike Döhn