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Marburg Museumsfreunde wählen Führungsduo
Marburg Museumsfreunde wählen Führungsduo
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16:35 31.08.2020
Der neue Vorstand der Museumsfreunde: Dr. Bernhard Conrads (vorne links) und Dr. Catharina Graepler (vorne rechts) teilen sich den Vorsitz der Marburger Museumsfreunde. Horst und Susanne Piringer (Mitte) wurden im Erwin-Piscator-Haus unter großem Beifall zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Der neue Vorstand der Museumsfreunde: Dr. Bernhard Conrads (vorne links) und Dr. Catharina Graepler (vorne rechts) teilen sich den Vorsitz der Marburger Museumsfreunde. Horst und Susanne Piringer (Mitte) wurden im Erwin-Piscator-Haus unter großem Beifall zu Ehrenmitgliedern ernannt. Quelle: Thomas Dimroth
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Marburg

Mehr als 75 der rund 400 Mitglieder des Vereins „Freunde des Museums für Kunst und Kulturgeschichte“ – eine Rekordzahl – waren am Donnerstagabend ins Erwin-Piscator-Haus gekommen, um den Vorstand neu zu wählen. Gleichzeitig wurden bei der Mitgliederversammlung Horst und Susanne Piringer aus dem Vorstand der Museumsfreunde verabschiedet.

Einstimmig wählten die Mitglieder ein Führungsduo: Dr. Catharina Graepler und Dr. Bernhard Conrads teilen sich den Vorsitz – es sei eine Innovation im Marburger Vereinsleben, teilte der Verein mit. Zuvor wurde ohne Gegenstimme eine diesbezügliche Satzungsergänzung beschlossen.

Gleichermaßen einstimmig war auch die Wahl aller anderen Vorstandsmitglieder: Inge Maisch hat nunmehr das Amt der Schriftführerin inne, Jürgen Wieprecht wurde als Schatzmeister in seinem Amt bestätigt. Weitere bewährte Vorstandsmitglieder sind Fridhelm Faecks, Inge Kachel-Moosdorf, Karin Stichnothe-Botschafter; neu wurde Dr. Eva-Maria Dickhaut ins Vorstandsteam gewählt.

Horst Piringer verwies – letztmals in seiner Rolle als Vorsitzender – in seinem Bericht auf die äußerst erfreuliche Entwicklung der „Museumsfreunde“. Bei seinem Amtsantritt im Jahr 2006 zählte der Verein 129 Mitglieder; aktuell bewegt sich die Zahl verlässlich auf 400 Freundinnen und Freunde des Museums zu. Nicht zuletzt diese Entwicklung versetzte den alten und neuen Schatzmeister Jürgen Wieprecht in die Lage, über eine gesunde Finanzlage zu berichten.

Hinter diesen Zahlen verbirgt sich die hohe Attraktivität des Kunstmuseums in Marburg genauso wie das nie nachlassende Engagement des Freundeskreises: Finanzielle Unterstützung, das Knüpfen von Kontakten und mancher konzeptionelle Rat machen die „Freunde“ zu einem verlässlichen Partner des Museums, betont der Verein.

Verabschiedung ist emotionaler Höhepunkt

Emotionaler Höhepunkt der Mitgliederversammlung war die Verabschiedung des Ehepaars Susanne und Horst Piringer aus ihren jeweiligen, langfristig wahrgenommenen Ämtern als Schriftführerin und Vorsitzender. Beide wurden unter großem Beifall mit der Ehrenmitgliedschaft des Vereins ausgezeichnet.

Im Verlauf der Mitgliederversammlung wurde Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies begrüßt. Er überraschte das Ehepaar Piringer mit der Verleihung des „Historischen Stadtsiegels“ der Universitätsstadt Marburg. Spies würdigte die beiden als eine herausragende Kombination von Herzlichkeit und Herzhaftigkeit, die im Blick auf zivilgesellschaftliches Engagement in Marburg Maßstäbe gesetzt habe.

Nach Wahlen und Ehrungen wechselte die Mitgliederversammlung in den zukunftsbezogenen Arbeitsmodus: Dr. Catharina Graepler erläuterte das in Abstimmung mit der Universitäts- und Museumsleitung geplante Projekt der finanziellen Mithilfe bei der Sanierung des kunsthistorisch bedeutsamen Brunnens im Innenhof des Kunstgebäudes. Etwa 73 000 Euro sind aufzubringen, um dieses Schmuckstück und damit auch den Brunnenhof der Marburger Gesellschaft zurückzugeben. Der Kunstverein steht als Kooperationspartner zur Verfügung.

Museum weiterhin wohlwollend unterstützen

Inge Kachel-Moosdorf ging auf die Tradition der Museumsfahrten ein, die auch in Zukunft fortgesetzt werden wird, sobald Corona das zulässt. Auf dem Plan steht als nächstes ein Besuch des Arp Museums Rolandseck in Remagen mit seiner bedeutenden Sammlung und herausragenden Sonderausstellungen.

Das Konzept des „Museums für Alle“ erläuterte Dr. Bernhard Conrads und verwies dabei auf die unverzichtbare Rolle der Museumspädagogik für ein Haus wie das Marburger Kunstmuseum. Sie absichern zu helfen sei ein weiteres Ziel in der Arbeit des Freundeskreises.

In seinem Schlusswort bedankte er sich bei den Mitgliedern für jegliche Form ideeller und materieller Zuwendung in der Vergangenheit und bat darum, das Museum auch weiterhin wohlwollend zu begleiten. Dank sprach er auch der Geschäftsführerin des Erwin-Piscator-Hauses Karin Stichnothe-Botschafter aus. Sie habe es ermöglicht, die Versammlung unter Beachtung der Corona-Hygiene- und Abstandsregeln erfolgreich über die Bühne zu bringen.

Von unseren Redakteuren