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Marburg Sanierungsbedarf in der Kita
Marburg Sanierungsbedarf in der Kita
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12:00 01.07.2021
Weder einladend noch kindgerecht: Eine Toilette in der Schröcker Kita.
Weder einladend noch kindgerecht: Eine Toilette in der Schröcker Kita. Quelle: Privatfoto
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Schröck

Ein zentraler Tagesordnungspunkt der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates im Marburger Stadtteil Schröck waren bauliche Missstände im örtlichen Kindergarten. Mitglieder des Ortsbeirates hatten sich mit dem Elternbeirat und der Leitung der Kita zu einer Ortsbegehung getroffen und sämtliche Mängel protokolliert.

So gibt es für die Kindertoiletten weder Sitze noch Deckel, das sei „für die kleinen Kinder unwürdig, unangenehm und kalt“, heißt es im Protokoll. Auch Ortsvorsteher Uwe Heuser sieht dringenden Sanierungsbedarf: „Man möchte den Kindern ein Stück weit Ordnung und Hygiene beibringen und dann müssen die Kinder auf einer Herzhäuschen-Toilette sitzen.“ Die Sicherheitsprobleme in der Kita seien schon länger bekannt, bisher habe sich seitens der Stadt nichts getan. „Wir würden uns freuen, wenn die Kita eine ‚Aufhübschung’ bekommen würde“, sagt Heuser.

Laut Protokoll seien etwa auch die Heizungsverkleidungen nicht kindgerecht. Das liege daran, dass die Verkleidungen gerne als Klettergerüst genutzt werden, auch wenn den Kindern dies untersagt werde.

Der Kindergarten in Schröck ist sanierungsbedürftig Quelle: Privat

Außerdem ragen viele Fensterbänke auf Kopfhöhe zu weit in den Raum hinein. Dies habe schon zu Verletzungen geführt. Neben diesen Hauptproblematiken seien verschiedene Stolperfallen, rutschige Fliesen und mangelnder Schallschutz auszubessern.

Stolperfallen wie diese gibt es mehrere in der Schröcker Kita. Quelle: Privat

Der einstimmige Beschluss des Ortsbeirats fordert die Stadt als Träger der Kita dazu auf, die Missstände unverzüglich zu beseitigen.

Auf Anfrage der OP bei der Stadt Marburg äußert sich Pressesprecherin Simone Batz zu den Missständen: „Wie bei vielen Kita-Gebäuden aus den 1960er- und 70er-Jahren zeigen sich auch in Schröck verschiedene Bedarfe, die bauliche Maßnahmen erfordern.“ Diese Bedarfe seien bekannt, aber nicht in der gewünschten Priorisierung umzusetzen. An erster Stelle stünden Sicherheitsaspekte und die gesetzlichen Vorgaben. Diese würden mit höchster Dringlichkeit bearbeitet. Die Sanitärbereiche der Kita, der Schallschutz und die Heizungsproblematik würden in die Beratungen mit dem Magistrat eingebunden werden. Es erfolgten eine Kostenermittlung und die Planung der Sanierung, damit „für die Kita, Eltern und die Ortsgemeinschaft verlässliche Perspektiven entwickelt werden können, die die Stadt gern nach der Planungszeit vorstellen wird“.

Von Larissa Pitzen

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