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Marburg Ministerin: Uni muss Perspektive für Botanischen Garten entwickeln
Marburg Ministerin: Uni muss Perspektive für Botanischen Garten entwickeln
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19:30 23.06.2010
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Marburg. Die ursächliche Verknüpfung der geplanten Aufgabe des botanischen Gartens durch die Universität Marburg mit dem Hochschulpakt sei falsch. Das sagt die hessische Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU). Sie sei darüber umso mehr verwundert, als sie der Hochschulleitung in diesem Frühjahr zum wiederholten Mal Unterstützung in der Frage einer Perspektive für die Anlage angeboten habe.

Die Antwort sei seinerzeit die Ankündigung gewesen, auslaufende Zeitverträge für Mitarbeiter des Gartens nicht mehr zu verlängern. Die Ministerin verwies auf das Gutachten zu den botanischen Gärten der hessischen Universitäten, das 2008 ergab, dass die Philipps-Universität die Sammlungen ihres Gartens kaum für Forschung und Lehre nutze. Zugleich verlange aber die Größe der Anlage mit ihren wertvollen Sammlungen mehr Pflegeaufwand und damit höhere Personalkosten.

„Aufgrund der angespannten Haushaltslage und nicht zuletzt auch wegen der auffälligen Diskrepanz zwischen geringer Nutzung, geringem eigenen Interesse der Universität, hohen Kosten und fehlenden Perspektiven für den botanischen Garten kann eine Aufstockung der Mittel im Rahmen des so genannten Sondertatbestands - 620 000 Euro außerhalb des Budgets für Forschung und Lehre - für die Universität Marburg keine Lösung darstellen“, so die Ministerin. Vielmehr müsse eine andere Perspektive etwa in der Trägerschaft gefunden werden, sagte Kühne-Hörmann und erinnerte an das Beispiel Frankfurt, wo der Botanische Garten schließlich in die Trägerschaft der Dr. Senckenbergischen Stiftung überführt wurde.

von Anna Ntemiris

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