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Marburg Mini-Ausgabe der „Nacht der Kunst“
Marburg Mini-Ausgabe der „Nacht der Kunst“
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13:56 18.06.2020
Der Fotograf Michael Wagner und die Galeristin Jessica Petraccaro-Goertsches erwarten am Freitag Kunstfreunde. Quelle: Andreas Maria Schäfer
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Marburg

„Marburger Künstlerinnen und Künstler lassen sich nicht unterkriegen“, meint die Marburger Galeristin Jessica Petraccaro-Goertsches, in der Szene nur kurz JPG genannt.

Inzwischen sind zumindest in Ausstellungshäusern die Corona-Lockdowns aufgehoben, doch JPG stellt fest: „Obwohl sehr gute Kunst Kraft spendet und Kultur Zusammenhalt, leben wir in einer zögerlichen Zeit.

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Offensichtlich schreckt Corona und die Maskenpflicht Besucher ab.“ Derzeit benötige die Marburger Kulturszene Geld und Solidarität, aber auch Handlungsspielraum, so JPG.

Trotz der Zurückhaltung der Kunstfreunde hat sie gemeinsam mit befreundeten Künstlerinnen und Künstlern eine Mini-Ausgabe der sehr populären und wegen Corona abgesagten Marburger „Nacht der Kunst“ organisiert.

Naturfotos auf einem Quadratmeter

Unter Einhaltung der behördlichen Auflagen sind am Freitag, 19. Juni, von 17 bis 22 Uhr zwei Ausstellungen im Historischen Schwanhof zu sehen, wo sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Künstler angesiedelt haben.

In dem unwegsamen, interessant verstaubten Kesselhaus neben dem Atelier von Alexandru Raevschi ist erstmals eine Gemeinschaftsausstellung von Ursula Eske, Jan Luke, Alexandru Raevschi und Sarah Steger zu sehen. Der Titel „Good Time ist tödlich“ sei einer Reklame entnommen. Die Ausstellung ist außerdem am 20. und 21. Juni jeweils von 11 bis 17 Uhr zu sehen.

Eine Tür weiter öffnet sich am Freitag von 17 bis 22 Uhr eine fotografische Welt, die die Corona-Einschränkungen vorausahnte: In der JPG-Galerie sind unter dem Titel „(M)ein Q-Meter“ Naturfotografien von Michael Wagner zu sehen, die genau einen Quadratmeter abbilden.

Von Uwe Badouin