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Marburg Unterwegs auf der „Mission Weltspartag“
Marburg Unterwegs auf der „Mission Weltspartag“
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00:26 02.11.2018
Für Sightseeing bleibt nur wenig Zeit – Michael Frantz unterwegs in der Hauptstadt Ulaanbaatar.  Quelle: Privatfoto
Marburg

Michael Frantz aus dem Ebsdorfergrund war im August bereits zum zweiten Mal im Auftrag der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation­ in der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar, um dort den Weltspartag landesweit zu etablieren.

Bereits vergangenes Jahr war Frantz in der Mongolei – „damals war es zunächst darum gegangen, einen ersten bankenübergreifenden Weltspartag einzuführen“, sagt er. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf der weiteren Bekanntmachung und Ausweitung über die Hauptstadt hinaus.

Frantz, im Hauptberuf Leiter Kommunikation bei der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, arbeitet schon seit mehr als zehn Jahren nebenberuflich für die Sparkassenstiftung für internationale Kooperation.

Finanzielle Grundbildung ist wichtiges Thema

Sein Einsatzgebiet ist vorwiegend Zentral-Asien, so war er in den vergangenen Jahren mehrmals in Usbekistan und Tadschikistan. Aber auch in die Ukraine und nach Laos führten ihn seine Aufträge schon.

„Besonders interessant ist die Zusammenarbeit mit den Partnern, beispielsweise beim derzeitigen Projekt in der Mongolei mit der Zentralbank, dem Bankenverein, der die einzelnen Banken vertrete, und dem nationalen Sicherungsfonds, der für die Einlagensicherung zuständig sei und dem Thema ,Sparen‘ schon länger hohe Priorität einräumt“, so Frantz.

Gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern sei die finanzielle Grundbildung für breite­ Bevölkerungsschichten ein nach wie vor aktuelles Thema. Das sei auch der Hintergrund in der Etablierung des Weltspartags: „Ziel ist, die Menschen für das Sparen zu begeistern und ihnen zu vermitteln, warum das gut und wichtig ist“, erklärt ­Michael Frantz.

Arbeit mit jungen Menschen ist besonders relevant

Der Marketing-Experte unterstützte die Verantwortlichen vergangenes Jahr zunächst dabei, ein nationales Sparsymbol zu entwickeln. Präsentiert wurde das neue Logo während einer Pressekonferenz, bei der auch der Vize-Gouverneur der Zentralbank und der deutsche Botschafter in der Mongolei sprachen.

„Dieses Jahr wird das Sparsymbol nun erstmals von den teilnehmenden mongolischen Banken zur Bewerbung des Weltspartages eingesetzt“, so Frantz.

Besonders wichtig rund um den Weltspartag sei die Arbeit mit jungen Menschen. In Vorträgen werde Schülern die Bedeutung der finanziellen Vorsorge vermittelt.

Die Sparkassenstiftung stelle dazu einen „Taschengeldplaner“ zur Verfügung, der den jungen Menschen helfe, Ein- und Ausgaben besser im Blick zu behalten. Zudem setzen die Schulen in diesem Jahr auf ein Spiel, bei dem sich alles um das Thema Sparen dreht.

Der Part von Michael Frantz bei seinen Einsätzen ist die Konzeption von Marketingaktionen, die Absprache mit Kooperationspartnern, die konkrete Planung von Veranstaltungen und Events, aber auch das Anfertigen von Redeentwürfen oder eben – wie in der Mongolei – die Entwicklung des Sparsymbols.

Am 2. November ist in Ulaanbaatar eine große Abschlussveranstaltung der diesjährigen Weltspartags-Aktivitäten geplant, bei der sich die Banken präsentieren werden.

Fast die Hälfte lebt in der Hauptstadt

Frantz, der die Aktivitäten während seines Einsatzes mit vorbereitet hat, wartet dann ­gespannt auf die Rückmeldung, ob alles funktioniert hat wie geplant.

Neben der Arbeit gibt es nur wenig Zeit, Land und Leute kennenzulernen. „Zwei Tage am Wochenende reichen nicht, um in der Mongolei weit herumzukommen, die Entfernungen sind schlicht zu groß“, sagt er. Denn die Mongolei ist ungefähr viereinhalb Mal so groß wie Deutschland – hat aber nur drei Millionen Einwohner. Damit gehört die Mongolei zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Welt.

Fast die Hälfte der Gesamtbevölkerung lebt in der Hauptstadt. „Ulaanbaatar ist eine sehr interessante Stadt, in der es genug zu entdecken gibt, um die Wochenenden angenehm zu verbringen“, sagt Michael­ Frantz.

Getreu seinem Motto „Eine Stadt lernt man am besten zu Fuß kennen“ unternimmt er gerne ausgedehnte Spaziergänge kreuz und quer durch die Stadt. Oder macht auch mal ­einen Tagesausflug mit einem Mietwagen samt Fahrer in die Umgebung der Hauptstadt.

von unseren Redakteuren