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Marburg Messe scheint schon gelesen
Marburg Messe scheint schon gelesen
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13:58 24.09.2021
Bei der Memo-Fachausstellung Bauen im Jahr 2019 sprach der heutige Stadtwerke-Geschäftsführer Holger Armbrüster am Stand der MEG mit Hans Sohl.
Bei der Memo-Fachausstellung Bauen im Jahr 2019 sprach der heutige Stadtwerke-Geschäftsführer Holger Armbrüster am Stand der MEG mit Hans Sohl. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Sollen die Stadtwerke das Ausrichten der Messen auf dem Afföllergelände übernehmen? Hierüber entscheiden die Marburger Stadtverordneten heute während ihrer Sitzung im Erwin-Piscator-Haus. An selber Stelle debattierten die Mitglieder des Hauptausschusses schon am Dienstag und empfahlen einstimmig bei zwei Enthaltungen den Stadtverordneten, dem Vorschlag des Magistrats zuzustimmen.

Zuvor beantwortete Stadtwerke-Geschäftsführer Holger Armbrüster die Fragen der Ausschussmitglieder. Geführt werden soll die Messeausrichtung durch die Stadtwerke Immobilien GmbH. Dazu wäre eine Änderung im Gesellschaftsvertrag notwendig, damit auch „die Planung, Organisation und Durchführung von Informations-, Verkaufs- und Bauausstellungen zur regionalen Wirtschaftsförderung“ zum Gegenstand des Unternehmens gehört.

Armbrüster erklärte, eine Wirtschaftlichkeitsberechnung habe ergeben, dass durchaus ein positives Ergebnis zu erzielen sei. Dazu gebe es zwei Hebel, nämlich die Standgebühren und die Zeltmiete. Es sei mit einem maximalen Risiko in Höhe von 50 000 Euro zu rechnen, erklärte Armbrüster. Um erfolgreich zu sein, müsse allerdings ein neues Konzept für die Oberhessenschau gestaltet werden, weil diese Ausstellung „nicht mehr so gut besucht war“. Auf jeden Fall fortzuführen sei die erfolgreiche Memo-Bauen.

Der Bedarf stehe völlig außer Frage, erklärte zuvor Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, dies gerade auch, nachdem die Messe coronabedingt zwei Jahre lang nicht stattfand und den Handwerksbetrieben Aufträge bringe.

Nachhaltigkeit steht

im Vordergrund

Diese Schau sei auch eine Art Nachhaltigkeitsmesse, weil sie schließlich dazu führe, dass bauliche Veränderungen gegen den Klimawandel umgesetzt würden. Dies seien zum Beispiel nachhaltiges Bauen, modulare Bauweise, Green Building oder SmartHome. Das Regierungspräsidium befürworte dieses Vorhaben, das in anderen Kommunen auch üblich sei, ergänzte Spies. Die Ausschussmitglieder diskutierten vorwiegend über die möglichen Kosten, die nötige Kompetenz der Stadtwerke, die für die Grundversorgung zuständig seien, und ob die Oberhessenschau überhaupt fortgesetzt werden soll. Er finde es großartig, dass der Magistrat Wirtschaftsförderung betreibt, bemerkte Michael Selinka (FDP) und fügte an, dass er der Sache kritisch gegenüberstehe, weil das Ausrichten von Messen nicht zum klassischen Portfolio der Stadtwerke gehöre. Außerdem frage er sich, wieso Andreas Kleine an die Stadt herantrete, statt sein Geschäft auf dem Markt anzubieten.

An diese Frage knüpfte Andrea Suntheim-Pichler (BfM) an und wollte wissen, ob Kleine den Stadtwerken mit seiner Erfahrung zur Seite stehe. Das werde er bei den ersten beiden Messen tun, erklärte Armbrüster, der Übernahmekosten bejahte, ohne Details zu nennen.

Von Gianfranco Fain

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