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Marburg Essen „to stay“ und „to go“ im Angebot
Marburg Essen „to stay“ und „to go“ im Angebot
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18:55 06.09.2020
Eine Studentin greift sich Essen an der Mensa-Theke. Quelle: Tobias Hirsch
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Marburg

Should I stay or should I go? Diese Frage aus dem gleichnamigen Song von „The Clash“ stellt sich ab dem kommenden Montag allen Studierenden, die wieder in die Marburger Mensa gehen wollen.

Allerdings geht es in diesem Fall nicht wie bei der britischen Punkrock-Band um Bleiben oder Gehen für eine Liebesnacht.

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In diesem Fall dreht sich alles ums Essen. Denn wenn die Marburger Erlenring-Mensa am Montag nach der im Mai begonnenen mehrmonatigen Corona-Zwangspause wieder ihre Pforten öffnet, dann werden die Gerichte auf zweierlei Art angeboten.

An der Kasse müssen die Mensa-Kunden dann jeweils sagen, ob sie ein „to stay“-Gericht“ oder ein „to go“-Gericht haben wollen. Letzteres ist dann die Außer-Haus-Version, für die auch kostenlos ein Behältnis mitgeliefert wird.

Der große Speisesaal am Erlenring bleibt geschlossen

Das bedeutet dann erst einmal an sich keine Änderung zum derzeitigen Status quo – allerdings mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Essensportionen nicht mehr im Außenbereich der Mensa abgegeben werden, sondern im Inneren des Studentenhauses an den üblichen Ausgabe-Stationen.

Ganz neu ist nun wieder das „to stay“-Gericht, das an die klassische Form des Mensa-Essens erinnert. Allerdings gibt es für die Mensagänger doch einige Corona-bedingte Neuerungen, wie Studentenwerks-Sprecherin Franziska Busch auf OP-Anfrage erläutert. So bleibt der große Speisesaal der Erlenring-Mensa, der mit der üblichen Bestuhlung eine Kapazität von rund 500 Gästen hat, vorerst geschlossen.

Denn versuchsmäßig wird erst einmal nur das Bistro im Erdgeschoss geöffnet, wo auch die Essenausgabe stattfindet. Nach Angaben von Busch stehen im Bistrobereich insgesamt 200 Plätze zur Verfügung.

Maximal vier Personen pro Tisch

Allerdings gelten dort noch einmal spezielle Regeln: Um die Infektionsgefahr möglichst gering zu halten, sind immer nur maximal vier Personen pro Tisch erlaubt. Zudem soll die durch die Mensa-Mitarbeiter vorgegebene Tischordnung nicht verändert werden. „Das ist erst einmal eine Vorsichtsmaßnahme“, erläutert die Studentenwerks-Sprecherin.

Sie sieht die nunmehr geplante Mensa-Öffnung knapp zwei Monate vor dem in diesem Jahr auf Anfang November verschobenen Start des Wintersemesters als einen „ersten vorsichtigen Versuch“, sich wieder an den Regelbetrieb heranzutasten.

Spätestens zum Semesterstart werde es dann wahrscheinlich aus Kapazitätsgründen notwendig werden, auch den großen Speisesaal wieder zu öffnen – vorausgesetzt, dass alles reibungslos geklappt hat.

Täglich gibt’s im „neuen“ Mensa-Betrieb wieder drei Gerichte

Parallel zur Wiedereröffnung am Erlenring nimmt auch die Lahnberge-Mensa ihren Betrieb wieder auf, ebenfalls mit den an die Corona-Vorgaben angepassten Abstands- und Hygieneregeln. Für die dortigen Mensa-Nutzer – unter anderem Studierende der Medizin und der Naturwissenschaften – ist das auch eine sehr wichtige Nachricht, da das gastronomische Angebot auf den Lahnbergen sich ansonsten doch in sehr überschaubaren Grenzen hält.

Täglich werden im „neuen“ Mensa-Betrieb erst einmal wieder drei Gerichte angeboten – jeweils ein veganes Gericht, ein „günstiges“ Gericht (Tagesgericht) und ein normales Gericht.

Zum Start am kommenden Montag gibt es übrigens unter anderem einen Mensa-Klassiker im Angebot: das panierte Schnitzel mit Pommes frites als „Normalgericht“. Das vegane Angebot besteht aus den ebenso beliebten Brokkoli-Nussecken, und als günstiges Essen können die Mensa-Nutzer sich auf Blaubeerpfannkuchen mit Vanillequark freuen.

Essensregeln in den Mensen

Der Wiedereinstieg in den Normalbetrieb erfolgt sowohl in der Mensa auf den Lahnbergen als auch in der Erlenring-Mensa am Montag, 7. September. Corona-bedingt gibt es allerdings einiges zu beachten: In beiden Gebäuden gilt eine Maskenpflicht. Der Mund-Nasenschutz muss solange getragen werden, bis die Mensa-Gäste den Esstisch erreicht haben und sich hingesetzt haben.

Neben den mittlerweile klassischen Regeln wie dem Ausfüllen eines Kontaktdaten-Zettels und dem Einhalten des Mindestabstands von 1,5 Metern zu den anderen Gästen sollten die Mensa-Nutzer beim Betreten der Gebäude auch ihre Hände am Eingang desinfizieren.

Maximal vier Personen pro Tisch sind erlaubt. Auch ein spezielles Wegekonzept mit getrennten Ein- und Ausgängen gibt es. Die Nutzer sollten sich auch an die im Haus vorgegebenen Laufwege halten, heißt es in einer Mitteilung des Marburger Studentenwerks.

Apropos Hygiene: Die Innenräume werden regelmäßig belüftet und die Reinigungsfrequenz wird deutlich erhöht. Last but not least: Bezahlt werden kann ausschließlich bargeldlos via Ucard.

Von Manfred Hitzeroth