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Marburg Mehr Versorgungssicherheit für Pharmafirmen
Marburg Mehr Versorgungssicherheit für Pharmafirmen
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18:00 26.04.2021
Grundsteinlegung am EAM-Umspannwerk Michelbach mit (vorne von links): EAM Netz-Geschäftsführer Jörg Hartmann, Kirsten Fründt und EAM-Geschäftsführer Hans-Hinrich Schriever.
Grundsteinlegung am EAM-Umspannwerk Michelbach mit (vorne von links): EAM Netz-Geschäftsführer Jörg Hartmann, Kirsten Fründt und EAM-Geschäftsführer Hans-Hinrich Schriever. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

In der Nähe des Behring-Standorts Görzhäuser Hof hat der Stromversorger EAM den Grundstein für ein neues Umspannwerk gelegt. Viel größer sei es, als er sich das vorgestellt habe, sagte Lahntals Bürgermeister Manfred Appell bei der kleinen Feierstunde. 

Das Areal, das auf dem Grund der Gemeinde Lahntal liegt, ist rund 3.700 Quadratmeter groß. Es wird das 75. Umspannwerk des kommunalen Energieversorgers sein. Es dient nicht nur der weiteren Netzstabilisierung, sondern auch dem zusätzlichen Strombedarf durch die Erweiterung des Pharmastandorts.

Insbesondere durch den Ausbau der Produktionskapazitäten auf dem MARS-Campus und dem Standort Behring-Werke in der Emil-von-Behring-Straße werde die Stärkung des Energieversorgungsnetzes erforderlich, sagte EAM-Geschäftsführer Hans-Hinrich Schriever. So mache die EAM zumindest die Herstellung des Covid-Impfstoffs durch die Firma Biontech mit möglich.

Das neue Umspannwerk werde ein wichtiger Knotenpunkt zwischen den Umspannwerken Marburg Süd und Lahntal sein. 

Hier wird künftig von der Hochspannungsleitung, die 110.000 Volt führt, Strom umgespannt auf Mittelspannung, das heißt auf 20 .000 Volt. Die Pharmaunternehmen profitierten von dem Neubau nicht nur durch die zusätzliche Leistungserhöhung, sondern auch durch eine gestiegene Versorgungssicherheit, sagte Schriever.

Jörg Hartmann, Geschäftsführer der EAM Netz, sagte, die Investition in Höhe von 4,5 Millionen Euro sei eine der größten in der jüngeren Vergangenheit der EAM. „Insbesondere angesichts der aktuellen Pandemie-Lage ist das ein wichtiges Signal für die hier angesiedelten Unternehmen.“ Pharmaserv-Geschäftsführer Thomas Görge wies auf den Stellenwert des Standortes gerade in der Pandemie hin und freute sich über eine weitere Versorgungssicherheit für die Unternehmen. „Fünf Minuten Stromausfall sind für unsere Unternehmen schon eine Herausforderung.“

Landrätin Kirsten Fründt lobte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten in der Planungsphase und das Engagement der EAM.

Die Arbeiten für das neue Umspannwerk werden etwa ein Jahr dauern. Die Inbetriebnahme soll im Frühjahr 2022 erfolgen.

von Till Conrad

26.04.2021
26.04.2021