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Marburg Masterplan Behringwerke: Linke und Grünen enthalten sich
Marburg Masterplan Behringwerke: Linke und Grünen enthalten sich
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21:00 26.06.2020
Das Stadtparlament Marburg tagte am Freitag in der Sporthalle im Georg-Gaßmann-Stadion. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Mit genügend Sicherheitsabstand tagte die Marburger Stadtverordnetenvertretung am Freitagnachmittag fast vollzählig in der großen Sporthalle am Georg-Gaßmann-Stadion. Neben dem Beschluss, dass 20 Meter rund um die Marburger Spätis nichts mehr verzehrt werden darf, wurde im ersten Teil vor allem über den „Masterplan Behringwerke“ gesprochen. Hermann Heck (CDU) nannte ihn einen „wichtigen Meilenstein für die Stadt und die Firmen. Schließlich sorgen sie für 80 Prozent des Gewerbesteueraufkommens“.

Christian Schmidt von den Grünen geht der Masterplan nicht weit genug. „Er reicht nicht aus, um nachhaltig und strategisch zu planen.“ Er bezog sich auf den Masterplan „Lahnberge“, der seinerzeit viel detaillierter „klare und konkrete Rahmenbedingungen“ beinhaltete. Tanja Bauder-Wöhr (Die Linke) machte auf eine möglicherweise drohende Wasserknappheit aufmerksam und dass die Gemeinde Michelbach erst kurzfristig informiert worden sei.

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Dialog mit Nachbarn

Stefan Rink (SPD) fehlt in der Wahrnehmung die Bedeutung der Firmen. „Die Behringwerke sind nicht nur Steuerzahler. Ohne sie wäre in Marburg nichts. Und was mit Arbeitsplätzen passiert, wenn sie kaputt gespart werden, das haben wir gerade eindrucksvoll vor der Tür erleben dürfen“, schlug er den Bogen zu den Monette-Mitarbeitern, die vor der Sitzung mit den Gewerkschaften Hilfe einforderten.

Christoph Ditschler (FDP) monierte den fehlenden Dialog mit den Nachbargemeinden. „Wer unseren Wachstum erträgt, auf den sollte man auf Augenhöhe zugehen.“ Und der Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) betonte noch einmal, dass genau diese Firmen es sind, „die den Klima-Aktions-Plan finanzieren“. Und natürlich sei man im Dialog mit den Nachbarn. In Richtung der Linken sagte er: „Wer den Masterplan ablehnt, der braucht seine Wohltaten-Wünsche bei den Haushaltssitzungen auch nicht mehr einbringen.“ Es gab mehrheitliche Zustimmung, Grüne und Linke enthielten sich.

Von Katja Peters

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