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Marburg Marburgs Buchhändler plagen Existenz-Ängste
Marburg Marburgs Buchhändler plagen Existenz-Ängste
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11:58 03.04.2020
Eva Schneemann (Buchhandlung Jakobi) hat ebenso wie andere Buchhändler Lesetipps für die Corona-Zeit zusammengestellt.
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Marburg

Denn die örtlichen Händler vereint angesichts der Virus-Folgen eine existenzielle Sorge: „Das ist der Siegeszug von Amazon“, sagt etwa Michael Wolf, Mitarbeiter der Buchhandlung „Roter Stern“ im Südviertel. „Die haben Tausende neuer Arbeitskräfte eingestellt und richten sich darauf ein, nach der Krise den Buchhandel komplett zu übernehmen.“ Denn eines weiß Wolf: „Kleinere und mittlere Buchhandlungen haben nicht das Kapital, um die Krise zu überstehen. Sie brauchen massive Unterstützung.“

Die örtlichen Buchläden lassen sich für ihre Kunden einiges einfallen: Im „Roten Stern“ können Bücher telefonisch, online und per E-Mail nach wie vor bestellt werden. Und die Mitarbeiter liefern auf verschiedenste Wege: zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Leihwagen oder per Boten wie Post oder andere Zustelldienste.

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Und Wolf verspricht: „Wenn wir das Buch da haben ist es binnen einer Stunde beim Kunden.“

Auch für die Buchhandlung am Markt redet Filialleiterin Agnes Bötticher von möglichen Bestellungen per Telefon, Online-Shop oder E-Mail – und von portofreier Lieferung. Sie bekommt nach eigener Aussage zahlreiche besorgte Anfragen von Kunden, die sie aber beruhigen kann. Gleiches gilt etwa für die Lehmanns-Buchhandlung in der Reitgasse, die Francke-Buchhandlung in der Schwanallee und die Thalia-Filiale im Kaufhaus Ahrens. Auch für Kunden der Buchhandlung Inge Jakobi im Steinweg ist gesorgt: Die Bestellung kann einfach per E-Mail abgegeben werden und der Großhändler liefert die Ware ebenso direkt nach Hause.

Und welche Lesetipps die Marburger Buchhändler für die Kontaktsperre-Zeit und etwaige Corona-Quarantäne geben, lesen Sie im Artikel unten. Sie haben auch Lesetipps? Dann schicken Sie uns den Namen des Titels und die Gründe, warum Sie ihn weiterempfehlen – plus Ihren Namen und ein Foto von sich via E-Mail. Wir veröffentlichen dann eine Sammlung mit OP-Leser-Lesetipps. Adresse: marburg@op-marburg.de.

Von Beatrix Achinger

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