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Marburg Marburger forcieren Bismarck-Bann
Marburg Marburger forcieren Bismarck-Bann
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08:00 20.07.2020
„Rassismus tötet“ haben Unbekannte auf den Sockel des Bismarckturms in Marburg gesprüht. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

In der Universitätsstadt ist die Debatte um Denkmäler aus der deutschen Kolonialzeit eröffnet worden. Der Marburger Jugendverband der Föderation demokratischer Arbeitervereine (Didf) fordert eine Umbenennung der Bismarckstraße im Südviertel sowie die Errichtung eines Mahnmals für die Opfer rechter Gewalt in Deutschland.

Perspektivisch solle auch der Bismarckturm im Hansenhausviertel in den Fokus der Umbenennungs-Diskussion rücken. Der Vorstoß der Marburger Gruppe folgt auf Debatten etwa in Hamburg und Offenbach. Der ehemalige Reichskanzler Otto von Bismarck steht gegenwärtig, vor allem im Zuge der auch in Deutschland aktiven „Black lives matter“-Bewegung wegen seiner rassistischen und anti-demokratischen Haltungen in der Kritik.

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Nach Didf-Angaben werden für die Marburger Bismarckstraße bereits alternative Namensvorschläge gesammelt. Zumindest die Richtung ist schon klar: Es soll hin zu einer Erinnerungskultur gehen, die etwa die Mordopfer des NSU oder der Toten des Hanau-Attentats in den Mittelpunkt stellt. Als Vorbild diene laut eines Didf-Sprechers etwa Kassel, wo es – wenn auch nach langem Streit und nicht entlang einer Straße – einen Halit-Yozgat-Platz gibt.

Einen ausführlichen Artikel zum Thema lesen Sie (kostenpflichtig) hier: Bismarckstraße soll umbenannt werden

von Björn Wisker

19.07.2020
19.07.2020