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Marburg Mit keimEX in die Höhle der Löwen
Marburg Mit keimEX in die Höhle der Löwen
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07:58 21.04.2020
Die Marburger Tapetenfabrik in Kirchhain. Quelle: Michael Acker
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Kirchhain

Großer Tag für Ullrich und Paul Eitel: Am heutigen Dienstagabend (20.15 Uhr) ist im Fernsehsender Vox zu sehen, wie sich der Geschäftsführer der Marburger Tapetenfabrik und sein Sohn Paul, Geschäftsführer des ausgegründeten Start-up-Unternehmens keimEx, in der „Höhle der Löwen“ präsentieren.

In der Show haben Jungunternehmer die Möglichkeit, erfahrene und vor allem investitionsbereite Unternehmer zu überzeugen, ihre Visionen finanziell und mit ihrer Expertise zu unterstützen.

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Mit keimEX präsentieren Ullrich und Paul Eitel einen antibakteriellen Wandbelag, der aktiv Keime und Bakterien bekämpfen und reduzieren soll. Die Oberfläche der speziellen Tapete enthält unter anderem Silberionen und kann so in hygienisch sensiblen Räumen in Krankenhäusern oder Pflegeheimen Krankheitserreger im Wandbereich verringern.

An der Uniklinik Marburg wurde der Wandbelag über 14 Wochen getestet, und in dem mit keimEX ausgestatteten Raum wurde eine um 64 Prozent niedrigere lokale Keimbelastung festgestellt.

Die Tapete ist unter anderem leicht und sicher wischdesinfizierbar, scheuerbeständig, robust und langlebig. Ullrich Eitel ist Inhaber der Marburger Tapetenfabrik, die in der fünften Generation als Familienunternehmen geführt wird. Aus dem Mutterkonzern hat er gemeinsam mit seinem Sohn Paul das Tochterunternehmen keimEx GmbH gegründet.

Für den Ausbau des Vertriebs ist das Vater-Sohn-Gespann auf der Suche nach einem Investor und strategischen Partner. Ihr Angebot an die Löwen: 500 000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile der keimEx GmbH.

Auch gegen Viren wirksam

Gerade in Corona-Zeiten kann das Produkt besonders interessant sein, sagt Ullrich Eitel: Die Tapete ist so zu desinfizieren, dass nicht nur Keime und Bakterien, sondern eben auch Viren abgetötet werden können.

Wie sich die Eitels für die Höhle der Löwen beworben haben? „Gar nicht“, sagt Ullrich Eitel. „Wir wurden angesprochen von der Produktionsfirma und haben zugesagt mitzumachen.“

Ob das Produkt die Investoren so überzeugt hat, dass sie ein Viertel der Firma übernommen haben, ist bis heute Abend ein Geheimnis. Unabhängig vom Ausgang sagt Ullrich Eitel: „Der Auftritt in der Show wird uns in jedem Fall helfen, das Produkt bekannter zu machen. Insofern haben wir jetzt schon gewonnen.“

Von Till Conrad

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