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Marburg Marburger Kunstmuseum hofft auf ein großes Kunstjahr
Marburg Marburger Kunstmuseum hofft auf ein großes Kunstjahr
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14:00 11.01.2022
Gäste beim Eröffnungsfest des Kunstmuseums Marburg im Oktober 2018.
Gäste beim Eröffnungsfest des Kunstmuseums Marburg im Oktober 2018. Quelle: Archivfoto: Thorsten Richter
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Marburg

Dies hofft – nicht nur – das Marburger Kunstmuseum in der Biegenstraße. Das Team um Museumsdirektor Dr. Christoph Otterbeck wirbt für einen Besuch des schmucken, aufwendig sanierten Museums, das aktuell zwei spannende Sonderausstellungen präsentiert:

Noch bis 27. Februar 2022 kann die Ausstellung „Kompass Beuys. Werke aus der Sammlung Ludwig Rinn“ besucht werden. Die mehr als 80 Werke des Künstlers zeigen zentrale Motive und Themen des Frühwerks und weisen auf wichtige Aktionen und Environments hin.

Und noch bis zum 24. April 2022 präsentiert das Museum die „Zeitspuren“ des 2007 verstorbenen Marburger Malers Günther Blau. Die stillen und zugleich eindringlichen Gemälde mit Stadt- und Industrielandschaften, Stillleben, Familienbildnissen und Selbstporträts sind geprägt von Blaus charakteristischer reduzierter Farbigkeit, scharfer Konturierung und strenger Komposition. Begleitend dazu bietet das Kunstmuseum bis März ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm für verschiedene Altersstufen. Erneut ist die Teilnahme an den meisten Veranstaltungen kostenlos. Das Programm wird entsprechend geltender Hygiene- und Abstandsregeln durchgeführt, daher ist die Gruppengröße begrenzt. Interessierte werden gebeten, sich frühzeitig anzumelden, um ihre Teilnahme zu sichern.

Öffentliche Führung

Highlight ist nach Auskunft des Museums der „Bilder-Dialog“ mit Marian Stein-Steinfeld am 24. Februar um 19 Uhr. Die Biografin und Enkelin von Hanna Bekker vom Rath spricht über die angesehene Kunstmäzenin, ihre Kunst und die Verbindung zu Günther Blau.

Wer mehr über die Ideenwelt von Joseph Beuys erfahren möchte, kann sich zur öffentlichen Führung mit der Kunsthistorikerin Dr. Susanne Ließegang anmelden. Drei Rundgänge sind unter dem Titel „Eine Begegnung mit Beuys an der Grenze von Sprache, Schrift, Sehen und Denken“ geplant.

Die Führungen finden statt am Donnerstag, 27. Januar, um 19 Uhr, am Samstag, 12. Februar, um 15 Uhr und am Sonntag, 20. Februar, um 15 Uhr. Ab dem 12. Januar nimmt das Kunstmuseum jeden Mittwoch um 12.30 Uhr die „Kunstpause“ ins Programm, die im Gespräch jeweils ein Kunstwerk aus der Sammlung beleuchtet.

Die „Kunstpausen“ dauern etwa 30 Minuten, der Eintritt ins Museum ist zur Kunstpause kostenlos. Zudem ist am 30. Januar um 15 Uhr ein Sonntagsspaziergang durch das Museum geplant, „der in lockerer Atmosphäre einen Einblick in die Welt der Kunst ermöglicht“, so das Museum.

An verschiedenen Sonntagen lockt die „WerkStattZeit“ ins Museum. Sie richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 7 Jahren, die von Dozentinnen der Kunstwerkstatt Marburg betreut werden. Zum Tag der Druckkunst findet am 20. März ein Druckworkshop für Erwachsene statt. Und in der studentischen Initiative „Kreative Freiräume“ treffen sich alle zwei Wochen kreative Menschen, malen, betrachten Kunst und tauschen Ideen aus. Was genau ausprobiert, was gelernt oder worüber diskutiert wird, bestimmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst.

Aufgrund der aktuellen Situation ist die Teilnahmezahl bei den Sonderveranstaltungen begrenzt. Um Anmeldung mit Angabe des Namens und der Personenzahl wird gebeten per E-Mail an bildung.museum@uni-marburg.de oder telefonisch Dienstag bis Donnerstag unter 0 64 21 / 28 22 63 1.

Termine der "Kunstpause"

Mit der Reihe „Kunstpause“ will das Marburger Kunstmuseum zum ungezwungenen Zugang zu Kunst einladen. Das 30-minütige Kurzformat gibt jeweils mittwochs um 12.30 Uhr im Gespräch Impulse vor ausgewählten Kunstwerken und stellt sie zur Diskussion. Der Eintritt ins Museum ist zur Kunstpause kostenlos. Die OP gibt einen Überblick über alle Termine:

  • 12. Januar: Joseph Beuys – Toter Mann zwischen Elchskeletten
  • 19. Januar: Georg Kolbe – Adagio
  • 26. Januar: Oskar Moll – Fürstenfeldbruck
  • 2. Februar: Günther Blau – Kastenbild
  • 9. Februar: Franziska Klose – Detroit, Guerilla Garden
  • 16. Februar: Ludwig Knaus – Hessisches Leichenbegräbnis im Winter
  • 23. Februar: Hans Fronius – Der Prozess (nach Kafka)
  • 2. März: Käthe Kollwitz – Abschied
  • 9. März: Max Ernst – ohne Titel
  • 16. März: Silvia Klare Breitwieser – Adam und Eva/A + E
  • 23. März: Günther Blau – Türme der Marburger Elisabethkirche
  • 30. März: Otto Ubbelohde – Grünes Ufer bei Sarnau

Von Uwe Badouin