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Marburg Mit großer Hoffnung in die Saison
Marburg Mit großer Hoffnung in die Saison
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12:58 19.09.2021
Das Orchester Concerto Köln kommt zum Konzertverein.
Das Orchester Concerto Köln kommt zum Konzertverein. Quelle: Harald Hoffmann
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Marburg

„Mit großer Freude begrüßen wir Sie zur Saison 2020/21 des Marburger Konzertvereins“, schreibt die Vorsitzende des ältesten Marburger Kulturvereins, Dr. Katrin Hensel, im Programmheft. Um gleich nachzuschieben: „Das ist ein Satz, der ganz selbstverständlich klingt und doch seit letztem Jahr alles andere als selbstverständlich ist. Die letzten beiden Spielzeiten des Marburger Konzertvereins waren nicht gerade leicht: Die Corona-Pandemie machte einen normalen Konzertbetrieb in weiten Teilen unmöglich. Wegen der Lockdowns mussten immer wieder Konzerte abgesagt und verschoben werden, um wieder abgesagt zu werden. Aber damit stand der Konzertverein nicht alleine.

Mit großer Hoffnung blickt der Verein nun auf die kommende Spielzeit. Katrin Hensel ist zuversichtlich: „Jetzt steht ein Programm, das sich sehen und vor allem hören lassen kann.“ Der Verein biete Klassikfans „ein breit gefächertes Programm, dessen musikalischer Bogen sich vom 17. bis ins 21. Jahrhundert spannt und das sowohl Liebhaber großer Sinfoniekonzerte als auch Kammermusikfreunde voll auf ihre Kosten kommen lässt“, teilte der Vorstand mit.

Eröffnung am 1. Oktober

Neben vier Orchesterkonzerten stünden sechs hochklassige Kammermusikabende auf dem „musikalisch wie künstlerisch sehr internationalen Programm“. Vom Soloabend über Duo- , Trio und Quartettbesetzungen sei alles dabei.

Eröffnet wird die Saison am Freitag, 1. Oktober, im Erwin-Piscator-Haus vom Amsterdamer Concertgebouw Kammerorchester – mit Mozart, Tartini, Saint-Saens, Dirksen und Tschaikowsky. Das Orchester, das sich aus Musikerinnen und Musikern des weltberühmten Koninklijk Concertgebouw Amsterdam zusammensetzt, ist zum ersten Mal in Marburg zu hören.

Pandemie-Regeln sind bedeutend

Elf Konzerte plant der Vorstand des Vereins von Oktober bis Mai kommenden Jahres. Von zentraler Bedeutung sind nach wie vor die Pandemie-Regelungen, die sich jedoch immer wieder ändern. Die Hoffnung des Konzertvereins: „Die Konzerte sollen möglichst wieder unter üblicheren Bedingungen stattfinden – mit einer Aufführung, größerem Programm mit Pause und wieder etwas größerer Saalbelegung.“ Aktuell setzt der Verein auf die 3G-Regelung: geimpft, genesen und getestet.

Im großen Saal des EPH könnte derzeit unter diesen Bedingungen jeder zweite der 912 Plätze inklusive der Empore belegt werden. Der Konzertverein setzt auf eine „schachbrettartige Anordnung“ der Sitzplätze, wodurch „die Besucherdichte reduziert wird“. Die meisten Plätze seien in Paaren angeordnet, doch gebe es über alle Reihen verteilt auch „isolierte Außenplätze“ für Einzelpersonen.

Reduzierungen auf allen Ebenen

Eine Maskenpflicht ist abhängig von der jeweiligen Pandemielage. Sollten stärkere Einschränkungen nötig werden, will der Verein auf Hygienekonzepte der vergangenen Saison zurückgreifen, in der nur wenige Konzerte angeboten wurden. Das bedeutet: Eine weitere Reduzierung der Sitzplätze, kürzere Programme ohne Pause, die allerdings zweimal angeboten werden – und zwar um 17 und 19 Uhr.

Das Programm

Freitag, 1. Oktober, 20 Uhr: Concertgebouw Kammerorchester, Solist: Niek Baar (Violine). Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Giuseppe Tartini, Camille Saint-Saëns, Richard Wayne Dirksen und Peter I. Tschaikowsky.

Sonntag, 31. Oktober, 20 Uhr: Albrecht Mayer (Oboe), Evgenia Rubinova (Klavier). Werke von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Louis Klemcke, Robert Schumann und Ludwig van Beethoven.

Sonntag, 28. November, 20 Uhr: Atos Trio mit Pauline Sachse (Viola). Werke von Joseph Haydn und Johannes Brahms.

Sonntag, 5. Dezember, 20 Uhr: Concerto Köln, Solist: Shunske Sato (Geige), vier Jahreszeiten. Werke von Antonio Vivaldi, Felice Dall’Abaco und Charles Avison.

Freitag, 21. Januar 2022, 20 Uhr: Signum Quartett, „Der Tod und das Mädchen“. Werke von Joseph Haydn, Matthijs van Dijk, Priaulx Rainier und Franz Schubert.

Samstag, 19. Februar, 20 Uhr: Horntrio Laurent – Albrecht Breuninger, Sibylle Mahni, Thomas Duis. Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, César Franck und Johannes Brahms.

Sonntag, 6. März, 20 Uhr: Klavierabend mit Fabian Müller. Klaviersonaten von Franz Schubert.

Sonntag, 20. März, 20 Uhr: Busch Trio. Werke von Wolfgang Rihm, Felix Mendelssohn Bartholdy und Antonín Dvořák.

Samstag, 2. April, 20 Uhr: Bergische Symphoniker, Solistin Nareh Arghamanyan (Klavier). Werke von Camille Saint-Saëns, Johann Wilhelm Wilms und César Franck.

Samstag, 7. Mai, 20 Uhr: Göttinger Symphonieorchester, Solistin Ragnhild Hemsing (Violine, Hardangerfiedel), norwegische Impressionen. Werke von Edvard Grieg, Johan Svendsen, Catharinus Elling und Johan Halvorsen

Sonntag, 1. Mai, 15 Uhr: Junge Marburger Philharmonie. Sonderkonzert für Kinder und Familien außerhalb des Abonnements.

Von Uwe Badouin

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